Endlich habe ich sie wieder gefunden, die beiden besten (und lustigsten) Gleitschirm- Videos, die ich bisher gesehen habe. Philippe Bernard, ein begnadeter Pilot!
Endlich wieder zurueck aus dem verregneten Deutschland!
Gestern habe ich die ersten Runden mit dem Schirm gedreht. Wir waren nur vier Piloten am Hang und hatten bei den thermischen Bedingungen reichlich Spass.
Chris
Zum ersten mal mit kurzen Hosen geflogen- ich glaub, es wird Sommer!
Bevor ich morgen ins verregnete Muenchen fliege muss ich noch ein paar Bilder unserer Aktivitaeten der letzten Tage posten.
Am 6.04.08 war mal wieder Westwind. Ich habe es in den voran gegangenen Posts schon oft genug wiederholt: Westwind ist hier schlecht zu fliegen und wenn doch, dann meist bockig. Wenn ich von "fliegen" spreche meine ich nicht die Sackhuepferei am fruehen Morgen, wenn die tote Luft zum Meer fliesst!
Gutes Beispiel: 6.04. Peña Rubia: Westwind mit 20 km/h, starke Abloesungen am Startplatz, die wir noch abwarten wollten- eine unscheinbare Wolke suedwestlich von uns, die gerade am Aufloesen war und sich danach neu formierte.
15 Minuten spaeter...
musste ich den Windmesser mit zwei Haenden fest halten ( max. 103 km/h)!
7.04.08 Santa Pola
Als waere das nicht genug hat uns dann am naechsten Tag ein Maedel gezeigt, wie man am Cabo soart. Die ersten Buben waren schon abgesoffen, und am Startplatz war noch nicht genug Wind, um den Gleitschirm hoch zu ziehen.
Was der tiefe Luftdruck so aus macht!
Gott-sei-Dank hatten Ricco und ich gewartet. So konnten wir uns dazu gesellen und den schoenen Tag in der Luft verbringen.
Am naechsten Tag hatten wir ja dann Palo gemietet, wie bereits gepostet unter
Am 9.04.08 wollte ich mal wieder Orito besuchen. Ich weiss auch nicht, der Hang hat es mir irgendwie an getan. Ich bin erst drei mal dort geflogen, aber das ist bestimmt was fuer laue Sommerabende.
Im Gegensatz zu mir hatte Ricco keinen grossen Spass dort, obwohl Toni Starthilfe leistete und San Pasquale alles beaufsichtigte.
Der Wind drehte hin und her. Erst Auto waschen dann Kaffee trinken.
Letzte Meldung:
Gerade schreibt mir Alex, dass Rafa gestern von Castilla- La Mancha ueber Murcia nach Urbanova ( liegt zwischen Santa Pola und Alicante) geflogen ist, 140 km !!! Stolze Leistung,
Der Westwind ruettelt gewaltig am Windsack, waehrend Tima, Thomas, Michael, Wolfgang, Alois, Frank und Peter in der spanischen Sonne auf Beruhigung warten. Nach dem Bodega- Besuch gestern ist die Ruhepause willkommen. Mir gibt sie Zeit, die ausstehenden Fotos hoch zu laden.
7.03.08 Gleitschirmreise ans Mittelmeer
Am Vormittag nutzten wir den starken Nordwind, um am menschenleeren Strand wildes Bodenturnen zu veranstalten
Toni und Ricco fleissig beim Groundhandling
Nach einer Stunde kam die erhoffte Winddrehung auf ost und wir konnten das Geuebte gleich oben am Startplatz um setzen.
Ricco vor dem Mittelmeer
Toni
Eggi kam auch bald vorbei
Ricco unterhalb des Leuchtturms
8.03.08 volles Programm in den Gleitschirmferien
Vormittags erlaubte der NO- Wind eine Stunde Fliegen, bevor er mir zu stark wurde und wir beschlossen, zum Grondhandling an den Strand zu gehen.
Bald waren alle in der Luft
Hans mit dem Bolero machte riessige Fortschritte
Wir uebten im Stehen, Sitzen und Liegen:
Ricco
Carmen
Eggi
Peter wartet...
..., dass der gute alte Flight Design endlich hoch geht
mir haben sie Peters Pilotenhelm auf gesetzt. Fehlt nur noch die Antenne, dann sehe ich aus, wie eines der Teletubbies
Als nach einer Stunde der Wind nach liess sahen wir drei Piloten oben starten. In Windeseile war alles im Bus verstaut und Minuten spaeter standen wir am Startplatz.
Ricco bekam am Leuchtturm gute Hoehe
auch Ewald hatte seinen freien Tag genutzt
Hans ueber meinem P44
Eggi schrappte am Fels entlang, dass mir heiss und kalt wurde
Die naechsten beiden Tage sprachen die Lenties eine deutliche Sprache und wir konnten ausser Bodenuebungen nichts machen.
Die Bilder der letzten Tage von Peter, Ricco, Toni und Hans in Spanien will ich euch nicht vor enthalten.
Peter war hier so viele Stunden in der Luft, wie manch einer im ganzen Jahr
Hans vor dem Leuchtturm
Ricco vor der Insel Tabarca
Toni
Peter am Wendpunkt "Santa Pola de este"
Hans fliegt am Ufer entlang
Am Nachmittag waren alle Piloten in der Luft
6.03.08 Die Kaltfront war mit Windgeschwindigkeiten ueber 60 km/h ueber uns hinweg gezogen. Morgens um 8 Uhr hatte es gerade 4 Grad und meine Tochter ist auf dem Schulweg fast auf ihrem Roller erfrohren. Bei stahlblauem Himmel reichte die Erwaermung des Bodens, um aus dem Nordwestwind einen Ostnordostwind zu machen und am Startplatz waren um 10 Uhr schon gute Abloesungen zu spueren. Ich konnte es mal wieder nicht erwarten und startete meinen Winterschirm viel zu frueh. Anstatt im guten Aufwind vor der Urba El Faro zu bleiben versuchte ich zum Leuchtturm zu gleiten und soff klaeglich am Ende der Felswand ab.
am Ende der Farowand stand ich auf dem Boden
Ich bin zwischen Leuchtturm und der Urba Carabassi ja schon so ziemlich ueberall ab gesoffen, aber hier war ich noch nie. Ich tiegerte also die 20 Meter bis zur Felswand den Hang hoch und suchte verzweifelt eine Stelle ohne Dornengestruepp. Ich kann beim Tulpenstart alles vertragen, ausser Fels und Dornen. Wenn die Leinen dort einmal rein fallen hast du verlohren. Nach 10 Minuten stand ich startbereit und wartete auf etwas Aufwind, um den Schirm zu entfalten.
...und wartete, ...und wartete ... bis die ersten Geier ( Toni und Ricco) ueber mir kreisten. nach ewigen Zeiten dann endlich die Erloesung in Form einer Abloesung, die mich dann hoch zur Kante zog. Es war kein Problem, sich oberhalb der Wand zu halten, aber weil es mich in meinem Pulli langsam frohr flog ich zum Startplatz. Ueber den Startplatz fand ich, gerade als ich mich landefertig machte einen kleinen Bart, den ich zentrieren konnte und schraubte mich in eiskalte Hoehen.
Dumme Sache! Nach einem schoenen Ostwindtag mit hervorragenden Flugbedingungen nahm die Windstaerke am Nachmittag kraeftig zu. Zwei gute Locals wagten es dennoch bei Windgeschwindigkeiten mit 27 km/h im Mittel und Spitzen um 36 km/h zu starten. Der erste Start mit dem Sigma war nahezu perfekt. Der zweite Pilot hatte weniger Glueck und startete in eine Windboe und musste die Aktion mit einem gebrochenen Fuss bezahlen. Gute Besserung! Vince, die alte Tulpe hat mit der Kamera drauf gehalten, danke!
Schon wieder ist eine Woche vergangen seit dem letzten Post und wir waren viele Stunden beim Paragliding.
25.02.08 Guter Tag, an dem man zuerst sehr eng am Hang kratzen musste um sich zu halten
Toni beim Startlauf...
...und in der Luft
Eggi und Alex beim Schirm lueften
26.02.08 Ich bin mal wieder zu frueh gestartet und nach kurzem, aber erfolglosen Kampf unterhalb des Leuchtturms abgesoffen.
War schon lange nicht mehr hier! Der Startplatz kommt mir jedes mal kleiner vor. Ob das mit dem Tulpenstart auch mit dem Winterschirm klappt? Bin aeusserst skeptisch und warte eine Ewigkeit auf eine Brise vom spanischen Mittelmeer. Dann endlich, die dritte Abloesung erscheint mir stark genug. Unter den erstaunten Augen der Touristen, die von der Klippe auf mich runter schauen ziehe ich den Apco Bageera auf und bin ueberrascht, wie gut er steigt. Jetzt nur nicht ueberbremsen! Als ich Sekunden spaeter an der Wand rechts von mir bis zur Kante auf steige kommt mir ein Jauchzer aus. Ich liebe diesen Hang! Nachdem ich am Startplatz ein gelandet bin springe ich in den Bus und hole Toni am Strand ab. Wir beschliessen danach nach Palo zu fahren, weil der Wind immer mehr nach sued dreht. Nach einem guten Flug stehen wir beim zweiten mal oben in der kondensierenden Luft.
v.l.n.r. Eggi, Joachim, Toni, Peter,
Eggi hatte heute seinen ersten Flug in El Palomaret. Hat er gut gemacht!
27.02.08
Toni, guter Starter, auch bei wenig Wind
Toni
28.02.08 Fast zwei Stunden Paragliding im laminaren Aufwind.
Joachim beim Vorwaertsstart...
...und in der Luft
Joachim am Faro
Joachim vor der Urba El Faro
29.02.08 Joachims letzter Tag. Noch schnell eine Stunde Gleitschirm fliegen und dann packen.
Peter hatte auf dem Weg vom Flughafen Alicante zum Startplatz Santa Pola gerade Zeit, seine Tasche im Haus zu verstauen bevor es mit dem Schirm in die Luft ging.
Mein erster Eindruck: guter Mann, kann mit der Kiste umgehen und ueberholt mich wahrscheinlich auch beim hoch laufen.
2.03.08 Heute frisch eingetroffen und gleich in der Luft:
Fuer den gestrigen Mittwoch hatte die Windiberia- Vorhersage Westwind gemeldet. Um so ueberraschter war ich, als um 15 Uhr der Alexwindsack ploetzlich auf ost stand. Kaum hatte ich meine Hanwag an klingelte auch schon Carmen, und fuenf Minuetn spaeter standen wir mit den Schirmen ueber den Koepfen am Start.
Aire muy denso- ganz schoen zaeh
Carmens weisser Schirm leuchtet
meine beiden Landsmaenner kamen auch bald
schoener Flugtag mit ganz guten Hoehen
Am Abend begann der grosse Run zurueck zum Startplatz. Cris hat es geschafft, die anderen acht quetschten sich in meinen Bus fuer den Rueckweg.
Fuer gestern hatte ich mir eigentlich wenig Hoffnungen gemacht, in die Luft zu kommen. Als die ersten Gleitschirme starteten, um kurz darauf am Boden zu stehen machte ich mich auf den Weg zum Startplatz um hallo zu sagen. Die leicht labile Luft am Mittag war feucht, der Himmel bedeckt und der Wind kam OSO (= ostsuedost, nicht oestesuroeste, was WSW entspricht!!!), weswegen es fuer die meisten Piloten am ersten Felskopf schon in steilem Winkel nach unten ging.
"Lange nicht mehr hoch gegangen!" Mein ueblicher Gedanke bei solchen Flugbedingungen draengte sich auf. Eigentlich haette ich bei solchen Temperaturen nichts gegen einen Spaziergang.
Nach etwas Smalltalk, waehrend ich meinen Winterschirm hin warf, hatte ich gerade genug Wind um die Kiste auf zu ziehen und zu sehen, dass die Leinen stimmten. Den naechsten Windhauch nutzte ich und startete im mitten verblueffter Gesichter. Auf meinem Flug zum Faro kratzte ich staendig an der Wand entlang und versuchte, den Schirm moeglichst ganz ruhig zu halten. Nur keine Wellen machen! Am Faro kam ich deutlich unterhalb der Felskante an.
Mehr als eine Viertelstunde kaempfte ich mit dem Absaufen bis ich etwas Hoehe machen konnte und den Heimflug an trat. Gluecklich landete ich ca. 15 m unterhalb des Startplatzes ein.
Drei Stunden spaeter legte der Wind noch mal zu und Carmen, Alex und ich hatten keine Muehe, die ganze Kante entlang zu soaren.
Gleitschirm- Flugwetter- Statistik fuer Alicante, Spanien
Die Lieblingsfrage meiner Kunden, die zum Paragliding nach Spanien kommen lautet "wie viele Tage kann man denn da Gleitschirm fliegen? ", oder "wann ist denn der beste Monat zum Paragleiten?", "wie sicher ist es denn, dass ich da in die Luft komme?".
Diese Statistik der letzten sechs Jahre kann auch keine richtige Antwort auf solcherlei Fragen geben. Wie die Wetter- und Windvorhersagen ist auch eine Auswertung von Wetterdaten nur bedingt geeignet um Rueckschluesse auf die zukuenftigen Wetterbedingungen zu geben. Beim Gleitschirmwetter ist die Vorhersage noch schwieriger. Also liegt das Ergebnis zwischen "am 21.Juni 2008 ist gutes Flugwetter" und "im Sommer ist es waermer".
Wie ist die Gleitschirm- Flugwetter- Statistik entstanden? Die Daten stammen von Rubens Wetterstation, welche sich gegenueber in der Urbanisation El Faro oberhalb unserer Soaringkante befindet. Ich bin davon aus gegangen, dass die Windgeschwindigkeit um ca. 7 bis 8 km/h niedriger angezeigt wird, als sie wirklich ist (s. Sturm im Paradies), also habe ich als fliegbare Tage (Flugtage) nur die Tage genommer, an denen die Windgeschwindigkeit im Mittel unter 16 km/h betrug und kein Niederschlag fiel. Wenn der Wind an diesen Flugtagen zwischen Nordost und Ostsuedost blies konnte man bei uns (Santa Pola) fliegen.
Auf der einen Seite muss es natuerlich nicht unbedingt sein, dass an Tagen an denen die Windgeschwindigkeit hier weniger als 24 km/h betraegt auch (z.B. bei Westwind) an Weststartplaetzen, die ja teils 70 km entfernt sind Gleitschirm geflogen werden konnte. Auf der anderen Seite kann aber auch ein Suedwindtag durchaus zwei bis drei Ostwindstunden haben, an denen sich hier gut soaren laesst. Im April 2007 habe ich einmal gezaehlt, wie oft ich hier im Fluggelaende Santa Pola geflogen bin und kam auf 21 Tage. Im Diagramm oben liest man fuer den April 8,5 Tage.
Zu guter Letzt noch eine Bemerkung zu den "fliegbaren Tagen". Eigentlich ist jeder Tag fliegbar, und ich hoere nicht selten, dass der oder der an Tagen geflogen ist, an denen ich in der Sonne gesessen oder am Strand gelegen bin. Warum sollte das hier anders sein, als im Alpenraum, wo man Piloten trifft, die auch bei Foehn oder Gewitter schon "klasse Fluege" hatten?
Eigentlich braucht sich jeder nur zu ueberlegen, warum er fliegt und dann auf der Basis der Gegebenheiten (Bedingungen, Koennen, Ausruestung) zu entscheiden, ob ihm der zu erwartende Flug das bringen kann.
Vor dem starken NO- Wind , der ab ca 17 Uhr unsere Mittelmeerkueste erreichte hatten wir am Hang anspruchsvolle Bedingungen. Ich hatte mir fuer heute fest vor genommen, geduldig zu warten, bis der Aufwind ausreichend ist, um sich an der Kante mit dem Schirm zu halten. Das Hochlaufen der letzten Tage steckte mir noch in den Knochen. Also spielten Tom, Gerhard und ich zuerst etwas am Startplarz mit unseren Gleitsegeln herum.
Gerhard, der mit dem Schirm tanzt
Die Abloesungen wurden schnell staerker und wir wagten den ersten Flug zur Nordwand. Dort kann man bei dem NO- Wind gut Hoehe tanken, normalerweise. Nach ein paar Minuten zeigte sich, dass der Aufwind sehr launisch, weil thermisch durch setzt war. Es waren gute Momente, die einem muehelos Hoehe verschafften, aber auch Pausen, in denen man hart um das oben bleiben kaempfen musste. Gerhard hatte es leider nicht geschafft und war unten gelandet. Wie komme ich jetzt wieder zum Auto um ihn ab zu holen? Meine beiden Versuche, zur Kante vor der Urbanisation El Faro zu springen endeten beinahe am Boden. Nach ca. zehn Minuten traf ich die Entscheidung gerade Richtung Startplatz zu fliegen so weit ich komme und den Rest hoch zu laufen. Ich bombte einigermassen unterhalb der Kante ein und war gerade dabei meinen Paragleiter aus den Dornen zu pfluecken, als es ueber Funk floetete : "Max du brauchst nicht zu kommen, ich gehe zu Fuss hoch." Mit jedem Schritt nach oben wuchs meine Begeisterung!
Tom versucht die engen Thermikbaerte aus zu kurbeln
Der Vollstaendigkeit halber muss ich gestehen, dass ich danach nochmal abgesoffen bin. Vielleicht muss ich waehrend der Fastenzeit jetzt jeden Tag zwei mal rauf gehen?
Schliesslich wurde es doch noch ganz nett und einfach, sich in der Luft zu halten und es gesellten sich noch zwei Norweger zu uns, die auch versuchten, die kleinen Thermikblasen zu finden. Auch gute Fussgaenger, wie sich zeigte.
Norweger mit Rush
Tom landete mehrmals am Startplatz ein
Kurz bevor es stuermisch wurde liess der Aufwind deutlich nach. Leider startete Egge genau in diesem Moment.
Egge beim Aufziehen
Der Einzige, der es schaffte, sich zum Startplatz hoch zu kaempfen war ein Spanier mit einem Apco Salsa- Respekt!
Auch gestern konnte ich es mal wieder nicht erwarten, meinen Sommerschirm (Paratech P44) in die Luft zu bringen. Klar, dass die Ungeduld mit ein mal Hochlaufen bezahlt werden musste! Die Landung im Hang war butterweich, aber an einem unguenstigen Ort, weil zwischen meiner Position und dem Weg zum Muldenstartplatz eine Schlucht lag, die ich umgehen musste. Waehrend ich schweisstriefend die letzten Meter hoch hastete kreiste Raul mit seinem Zoom schon hoch ueber mir. Kein Problem, bei dem nun kraeftigen Wind zum Startplatz zurueck zu fliegen, wo Gerhard und Tom sich gerade fertig machten.
Fuenf Minuten spaeter waren wir alle in der Luft.
Gerhard mit dem Bright ueber meinem Sommerschirm
Tom ueber dem Landeplatz an der Kapelle
Bis ca. 15 Uhr waren wir nur fuenf Piloten am Hang- perfekte Bedingungen um Toplandung zu ueben und ungestoert vor dem Startplatz zu turnen.
Tom beim Start
Perfekte Abflughaltung
Gerhard vor dem tiefblauen Mittelmeer
Als dann Alex und Carmen um 15 Uhr das Hangfliegerteam verstaerkten wurde der Wind schwaecher. Nach zwei Telefonaten und der damit verbundenen Unaufmerksamkeit stand ich wieder am Boden. Vielleicht versuch ich es mal mit einer Freisprechanlage? Jedenfalls: wieder hoch tappen! Nach dem Maso-Motto: "Fliegst du noch, oder laeufst du schon?"
Alex biss sich an der Nordwand fest bis ich oben war. Teils, bei den Versuchen Richtung Startplatz an den naechsten Fels zu springen schon fast am Boden kaempfte er sich doch wieder zur Kante hoch und landete schliesslich oben um mit mir gemeinsam auf das Mittelmeer zu schauen und auf bessere Wind zu warten.
Alex kaempft vor der Nordwand
Nach einer guten halben Stunde kam dann ein Hauch von Ostwind auf, den wir nutzten um zum Startplatz zurueck zu fliegen...
...wo auch Vince (vorne rechts) und Eggi (dahinter) schon warteten
Leider waren sie so spaet dran, dass nur noch ein Abgleiter drin war waehrend sie Carmen bewundern durften, die sich lange noch halten konnte.
Carmen mit dem Axis- die weisse Moewe vor dem Mittelmeer
Ich bin doch immer wieder ueberrascht von solchen Tagen, obwohl ich mich ja nach 2 1/2 Jahren daran gewoehnen muesste.
Um ca. 12.30 Uhr startete ich meinen Winter- Gleitschirm und sprang gut eine halbe Stunde von einer Kante zur anderen, staendig auf der Suche nach einem geeigneten Landeplatz, weil die kleinen thermischen Abloesungen keine Hoehe brachten um sich aus zu ruhen. Bei dem Versuch, wieder naeher an den Startplatz zu kommen um vielleicht in einem guenstigen Moment ein zu landen soff ich ab und bombte unterhalb der Kante ein. Mit kleineren Blessuren erklomm ich den Fels und war nach 10 Minuten wieder am Start, wo der NO- Wind mittlerweile kraeftiger blies. Tom war gerade gestartet und... schon wieder auf dem Weg nach oben (Respekt!). Kurz darauf waren wir alle drei in der Luft und hatten keinerlei Schwierigkeiten, die Hoehe zu halten.
Tom an der Kante beim Faro
Gerhard (endlich mal Ostwind!)
Bald darauf sind die ueblichen Caboflieger Alex, Carmen und Raul auch eingetroffen. Manchmal denke ich, die sitzen den ganzen Tag an der Strasse hinter einem Busch und warten, bis ich in der Luft bin.
Alex...
...mit Raul im Hintergrund mit dem Zoom
Spaeter kam auch Vince aus Valencia zusammen mit Mam und Hund. Nachdem wir der Mam und dem Hund etwas bieten wollten kramte ich tief in der DHV- Ausbildungsordnung und fand unter den Fluguebungen genau das Richtige:
den gemeinen Looping
auch Carmen mit ihrem Axis Pluto xxs war von der Einlage begeistert
Wir hatten einen richtig netten Nachmittag in der Luft
Gerhard vor dem Leuchtturm
Vince
Tom mit Sigma 4
Vince vor dem Start
Wir waren alle so fertig am Abend, dass wir fast bei dem Fussballspiel Oesterreich- Deutschland eingeschlafen sind. Ich kann mir aber vorstellen, dass das auch vielen Nichtfliegern so gegangen ist.
Gestern hab ich es schon vorher gesagt, wer so gut Brennholz macht muss auch gut fliegen koennen.
Tom beim Holz hacken
Die Windvorhersage: "erst west, dann tot, dann sued".
Also , dann zuerst nach Orito und danach nach Palo!
In Orito lagen wir dann seeehr geduldig im Lee und genossen die spanische Sonne. Doch der Westwind wollte nicht nach lassen. Tom zeigte uns das Geschwindigkeitsfenster seines Sigma 4...
und waere so gerne direkt nach Palo rueber geflogen.
El Palomaret im Hintergrund
Ich habe auch gesaegt und kam desshalb am Abend ebenfalls zu meinem Flug.
Um es vorweg zu nehmen: der Wind stand mehr auf Holz als auf Gleitschirm. Den ganzen Tag blies der Westwind mit aller Kraft. Am Nachmittag war zwar leichte Beruhigung zu erkennen, aber die vorher gesagte deutliche Abschwaechung blieb aus. Also benutzten Tom, Gerhard und ich den kleinen Ausflug ins Gebirge zum Auffuellen des Brennholzlagers. Man weiss ja nie, ob der Winter nicht noch kommt. Ich muss ja sagen, wenn die Jungs morgen so gut fliegen, wie sie saegen muss ich mich anstrengen.
Tom hat richtig Spass Gerhard prueft gerade das Saegeblatt mit dem linken Daumen
Fast 3 1/2 Stunden in der Luft- was will man mehr?
Um 13.30 Uhr war der NO- Wind schon stark genug, um nicht schon wieder ab zu saufen. Ich war ca. 30 Minuten geflogen, da sah ich Vince am Startplatz stehen. Also schmiss ich ihm den Autoschluessel runter und drehte noch eine Runde, bis er seinen Schirm ausgelegt hatte. Als ich zurueck kam musste ich sofort an den Faschingsdonnerstag denken.
Als was war Vince heute verkleidet? - nein, nicht als Tulpe!
Da das mit dem Ostwind heute nichts werden sollte sass ich auf der Terasse und ueberlegte, was in mein naechstes Post " Die acht Gebote des Gleitschirm fliegens" noch so rein muss. Ich war erst beim 4. Gebot ( Hoehe macht einsam) da bemerkte ich, dass der Windsack gegenueber auf NO gesprungen war. (Ich muss an dieser Stelle wieder mal ein Lob fuer den Windsackaufhaenger Alex aussprechen.) Also packte ich meinen Winterschirm und 5 Minuten spaeter war ich in der Luft, und 3 Minuten danach stand ich wieder am Boden. Immer das gleiche Spiel: Jede Sekunde des schweisstreibenden Aufstiegs dachte ich, dass ich mich oben zuerst in die Sonne setze und ausruhe. Kaum war ich oben an gekommen war der Aufwind so gut, dass ich es nicht erwarten konnte, wieder in die Luft zu kommen. Der Wind war recht noerdlich, aber fuer ein gutes Stuendchen hat´s gelangt.
Die Luft unterhalb der Inversionsschicht war total diesig.
Sehr voreilig hatte ich gestern das Ende des Gleitschirm- Flugjahres 2007 ausgerufen und wurde heute eines Besseren belehrt.
Wie ferngesteuert drehte der grosse Alex- Windsack gegenueber um 13 Uhr von west auf ost. Gegen 14 Uhr schien es mir dann auch stark genug, um einen Versuch zu wagen. Waehrend ich mein Gurtzeug anlegte versuchte ich der inneren Stimme, die staendig " du bist schon zu lange nicht mehr ab gesoffen" wiederholte die Gurgel um zu drehen. Nach dem Start, bei dem gegenueberliegenden Felskopf endlich Schweigen und schoene Hoehe. In der kalten Luft (Anm. fuer die, die nicht aus der Gegend sind: 14 Grad) war es richtig toll zu fliegen.
Nicht nur solo, sondern auch mit dem Tandem- Gleitschirm.
Familientandem
Bald darauf war am Faro richtig was los.
Die fliegende Tulpe hatte auch endlich Glueck mit den Bedingungen und kam nach langer Zeit endlich wieder in die Luft.
Bevor ich nun wieder einen Guten Rutsch wuensche warte ich lieber zuerst die naechsten drei Tage ab.
Das wuenscht sich der Gleitschirmflieger vom Christkind
27.12.07 Nach zwei ereignisreichen Tagen in der spanischen Hauptstadt kehre ich mit dem ueblichen Weihnachtsuebergewicht zurueck. Die Hoffnung, es bei ein paar Bodenturnuebungen mit meinem Schirm ab zu trainieren scheiterte gestern am selbst fuer solches Herumspringen zu starken Wind, der bis heute anhielt. Erst am spaeten Nachmittag wurden die Schaumkronen auf dem Meer kleiner und ich verabredete mich mit Carmen und Alex zum Wind messen.
Raul war, wie so oft schon vorne.
Raul ueber dem Startplatz
Blick ueber Santa Pola
Der Wind schwankte zwischen "bisserl stark" und "genau richtig" - perfekte Bedingungen!
Leider wurde es viel zu schnell dunkel.
Die Datumsanzeige auf den Fotos hat den letzten Absturz der Kamera leider nicht ohne Schaden ueberstanden. Die Fotos sind alle von heute.
Kurz vor der Veroeffentlichung des Posts wurde mir noch das Video des fliegenden Weihnachtsmanns zu gespielt. Man kann im Hintergrund die Gloeckchen hoeren. Scheinbar nutzt er fuer seinen Heimflug den Gleitschirm, den ich mir gewuenscht hatte.
8.12.07 Schon fruehzeitig brachen wir heute nach Peña Rubia auf, in der Hoffnung wieder so schoene Fluege wie tags zuvor zu machen. In Santa Pola wuetete der Westwind mit ueber 30 km/h, wogegen es im Landesinneren mit unter 10 km/h doch recht ruhig schien.
Als wir am Landeplatz von Peña ankamen war die mittlere Windgeschwindigkeit ganz ertraeglich, jedoch kamen alle 5 Minuten starke Boeen durch. Beim Anblick der schoenen Lenti im Tal beliessen wir es beim Groundhandling am Landeplatz.
Gerhard beim letzten Groundhandling in Spaniens Sonne
Heute konnte ich mich bei 25 Grad nochmal aufwaermen, bevor ich morgen frueh fuer ein paar Tage in den Eisschrank (Bayern) fliege.
5.12.07 wolkenloser Himmel ueber Peña Rubia, unserem Westwind- Fluggelaende- und schon wieder allein am Himmel, zumindest fuer den ersten langen Flug. Danach hatten uns doch zwei Piloten besucht und Andree und Gerhard beim Soaren im Westwind Gesellschaft geleistet.