Es wird richtig heiss in Spanien. Vorgestern wurden in Sevilla 44 Grad gemessen. Genau die richtige Temperatur um in der kuehlen Meeresbriese ueber dem Cabo von Santa Pola zu haengen, dachte sich Tobias aus Berlin und stieg zu mir in den Tandem- Paraglider.
Tandemflug mit Tobias
Santa Pola
Am Nachmittag ermoeglichte der Suedostwind einen Flug ueber Santa Pola del este (Ostteil).
23.07.08 Tandemfluege in Palo
Basilio hatt mich um Unterstuetzung gebeten weil er an diesem Tag 10 Tandem- Gleitschirmfluege hatte. Der Wind war bei uns zu suedlich, also fuhren wir nach El Palomaret. Die Passagiertruppe bestand aus Freunden aus London, die hier in Alicante den Junggesellenabschied eines Kumpels feierten (das naechste Mal bitte die Mannschaft der Braut!). Gute Stimmung war also Pflicht. Zwei Beispiele:
Tom
Lee
Nach den fuenf Passagierfluegen war ich halbtot.
Vince, der mal wieder von Valencia gekommen war (ich hatte ja gedroht, er muesse sonst seinen Schein zurueck geben) flog derweilen unter meiner Aufsicht am Hang entlang. Einmal sah ich ihn so weit unten kratzen, dass ich schon mit meinem Passagier landen wollte, um Vince in dem unwegsamen Gelaende ab zu holen. Aber der alte Guerrero hat sich wieder hoch gekaempft und hatte danach einen zwei stuendigen Thermikflug- Sombrero bajo! (Hut ab!).
24.07.08 Fuer heute war voll sued vorher gesagt, aber der Wind macht ja was er will, es war ost, und Alex kreiste schon hoch ueber der Kante als es bei mir laeutete, und die huebsche Schwedin vor der Tuer stand mit der ich fuer gestern einen Tandemflug aus gemacht hatte. Eigentlich hatte ich die Sache schon ab geschrieben weil ich wusste, dass sie heute schon heim fliegt, aber nachdem der Flug erst um 17 Uhr geht konnte ich Ihr vorher noch den Ausblick aus dem Tandem zeigen.
Kaum schimpft man ein bisschen und schon klappt es.
Ich muss lange im Blog blaettern, um aehnlich gute Bedingungen zu finden, aber der Reihe nach... .
Um mittags rum wurde es spuerbar waermer. Ein gutes Zeichen, dass der Wind dreht. Also machten wir uns Richtung El Palomaret auf, um uns vor dem hoffentlich bald aufkommenden Aufwind oben in die Sonne zu legen. Doch daraus wurde nichts. Am Startplatz von Palo waren wir mutterseelenallein, obwohl der Wind schon kraeftig anstand. Bei stahlblauem Himmel und butterweicher Thermik war es ein Fest, mehr als zwei Stunden lang das nach zu holen, was ich nun ueber zwei Wochen vermisst habe, meinen Auftaktflug ins Neue Jahr.
Ich muss doch noch die paar Bilder der letzten Tage nachreichen, die Nemo und ich in der Luft waren. Am 17. 06.07 war der Startplatz in Palomaret voller Leute, wie wir es für einen Sonntag befürchtet hatten. Wir warteten ewig auf ein großflächiges Absaufen der Piloten, und als es dann kam ging auch am Start nichts mehr. Der Wind hatte schlagartig nachgelassen. Eigentlich kam es uns gar nicht so ungelegen, denn uns plagten beide Kopfschmerzen - höchstwahrscheinlich gestern zu lange ohne Schirm gewesen. Zu hause erwartete uns Ostwind. Santa Pola ist immer für eine Überraschung gut. Es war jedoch so schwach, dass wir rüber zum Muldenstartplatz gingen, wo wir mehr Hoffnung hatten, uns etwas in der Luft halten zu können. Ich machte einen Testflug und konnte zwischen Faro und Urbanisation gut die Höhe halten. Nemo ließ mich über Funk wissen, dass sein Kopf nicht mitfliegen wolle. Nach ca. 30 Minuten landete ich also wieder auf dem Plateau. Am Montag, dem 18.06.07 war der absolute Santa Pola- Tag. Wie vorher gesagt blies den ganzen Tag ein guter Ostwind. Morgends hatte ich zwei Tandemflüge.
Svenja hatte viel Spass.
Nemo an der Nordwand
Dominique gesellte sich noch am Nachmittag zu uns.
Nemo flog bis spät abends.
Ich flog noch bis später... ... und bin dann unterhalb des Startplatzes abgesoffen.
"Die Sicherheitskurse ( angeboten von den Könnern, wenn´s um Gleitschirmverhalten in Extremsituationen geht ) sind ein erster großer Schritt in Richtung Kunstflug. Du bist gelangweilt? Wie harmlos sind deine Wing- over? Kannst du deinen Flügel gefüllt halten, wenn er unterhalb des Horizonts ist? Kannst du den Schirm direkt unter dich bringen? (?) Hast du mal probiert asymetrisch zu spiralen? Es gibt einiges darüber zu lernen, wie man über seinen Schirm kommt und es kann so lustig sein, dass dir die Haare zu Berge stehen. Frag mal ´nen Fallschirmspringer- fallen kann abartig cool sein."
Also Leute, auf zum Sicherheitstraining! Über Wasser und mit der fachmännischen Videoanalyse lässt sich aus solchen und ähnlichen Flugübungen eine Menge raus holen. Wobei der obige Absatz ja eher etwas für gelangweilte Sicherheitstrainingdauerkarteninhaber (booaaa, mein Wort der Woche!) ist. Für Otto- Normalflieger ist ein stinknormales Stabilisieren eines grösseren Einklappers ja meist schon eine Kunstflugfigur, die zu beherrschen sicherlich sinnvoller ist, als seine Kiste unter sich zu bringen.
Bis zu deinem nächsten Besuch bei Ekki und Kollegen gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten seinem Schirm Manieren bei zu bringen. Ich nenne es mal "sauber Fliegen". Steilspirale dosiert fliegen, Sinken erhöhen und wieder flacher werden, Ausleitung ohne Aufstellen der Kappe, nach dem Nicken oder Rollen die Kappe schnell beruhigen. Es gibt viele Übungen um sich zu testen, und die meisten sind sinnvoller als "sich selber auf die Kappe zu spucken".
Jaaa ich weiß, es sieht spießig aus, wie ein Anfänger im Performancetraining umeinand zu schaukeln, aber gestern hab ich´s schon gesagt: Flieg für dich! Außerdem ist das der erste Schritt zum Kunstflug, oder glaubst du die Sat- Brothers Rodriguez ziehen einfach irgendwo und schauen, was passiert? Versuch mal dein Gurtzeug am Brustgurt ein paar Zentimeter weiter zu öffnen, als sonst. Offen macht es mehr Spass!
Gestern war ich noch schnell in El Palomaret, unserem Südgelände und hab beim Tandemfliegen ausgeholfen. Der Wind war recht heftig und ziemlich ost ( vor meiner Haustür wäre es auch gegangen), aber es hat trotzdem viel Spass gemacht.
Warten in Palomaret und fliegen in Buenos Aires 29.04.07
Bei Westwind ist es hier immer schwierig zu fliegen. Nicht nur, weil es an unserem Hausgelände nicht geht, sondern weil die Wetteragen meist böigen, schwer einschätzbaren Wind mit sich bringen. So auch gestern. Ab mittags sollte eigentlich süd vorherrschen, und wir standen dementsprechend in El Palomaret mit ca. zehn anderen Piloten und warteten vergeblich, dass es dreht. Zum Einsatz kam nur der kleine Schirm.
Auf dem Heimweg kam uns die Idee bei einem Hügel in der Nähe vorbeizuschauen, den man nach der dortigen Urbanisation "Buenos Aires" nennt. Der Hang wurde vom Südwind, der bei uns wehte gut angeblasen und wir studierten zuerst, wo die Modellflieger Steigen hatten.
Danach konnten wir uns teils ganz gut halten und auch Alex, Guido und Timo kamen noch zum Fliegen.