Paragliding in El Palomaret bei Alicante
20.06.07 Südwind - El Palomaret! Um 17 Uhr fahren wir nach Palo, wo uns recht ruhige Flugbedingungen erwarten. Mein Versuch, zum Maigmo zu kommen endet zum 2. mal am Landeplatz. Immer an der gleichen Stelle rutsche ich trotz guter Höhe den Hang runter. Glücklicherweise nimmt uns Eva, Dominiques Frau, wieder mit nach oben.
vorne: Eva und Dominique, hinten (v. l. n. r.) Nemo (hat nur der Arm drauf gepasst), Max, Alex, Raul.
Beim nächsten Flug sind die Bedingungen zu schwach, und wir können bis zum Absaufen lediglich vor dem Startplatz soaren.
mein 44er ist endlich wieder repariert.
Der 21.06.07 war der Supertag. Zusammen mit Alex und Carmen flog ich Richtung Maigmo, nachdem wir vor dem Startplatz etwas Höhe getankt hatten. Alex war zuerst an meiner Absaufstelle angekommen und zeigte mir, dass es heute leichter war, dort auf zu steigen. Während er auf Carmen wartete wagte ich den Sprung über den vorgelagerten Rücken und fand nach einigem Kämpfen auch einen brauchbaren Bart um zum Gipfel zu fliegen.

Landeplatz unterhalb der Strassenbiegung
Auf dem Rückweg sah ich, wie Nemo am Landeplatz seinen Schirm zusammen packte - Zeit top zu landen und ihn ab zu holen!
Beim nächsten Flug wurde derAufwind so schwach, dass ich ca. 120 m unterhalb des Startplatzes einlanden musste um nach einem schweisstreibenden Aufstieg meinen Bus runter zu fahren. Da war er wieder, der kleine Maso!
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Paragliding mit Leidenschaft 8.
8. Alles durch eigene Kraft.
Wenn es einen kleinen Berg in deiner Nähe gibt, dann findest du bestimmt auch ein Plätzchen zum Schlafen dort. Pack etwas zu Essen, einen Schlafsack und eine Flasche Wasser zu deiner Ausrüstung und mach dich mit dem Gleitschirm zum Abenteuer auf! Die Anstrengung des Aufstiegs kann reinigend sein während du deine Wanderschaft zum Gipfel fortsetzt. Die Ruhe, der Trost und das Eintauchen in die Natur machen selbst das kürzeste Wochenendbiwak zu einer denkwürdigen Reise. Verbringe die Nacht draußen unter freiem Himmel, warm eingepackt in deinen Schlafsack, Brot und Käse mampfend, während du die Sterne betrachtest träumst du von großen Termikbärten und gleitest runter oder rauf, oder einfach weg in den Morgen.
http://EzineArticles.com/?expert=Greg_HamertonVor lauter Euphorie über unsere Flüge in Palomaret hätte ich beinahe den guten Greg vergessen, dabei habe ich ja noch drei Tipps zu übersetzen. Im obigen Teil 8 geht es um das Marlboro- Feeling ( darf man eigentlich noch ungestraft Zigarettenmarken im Blog nennen?), welches natürlich für viele eingefleischte Seilbahnfahrer und Pauschalangebotsflieger ein großartiges Abenteuer ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es doch dem ein oder anderen Piloten das Grinsen ins Gesicht treibt, weil bei Seinesgleichen solche Aktionen zur normalen Wochenendbeschäftigung gehören. Die Grinser werden immer seltener. Früher gab es eine Menge davon. Man konnte es ihnen schon ansehen, wenn sie morgens am Startplatz in der Sonne lagen und dem hektischen Treiben der ankommenden Piloten wenig abgewinnen konnten. Am Abend hast du sie dann wiedererkannt, während du das 3. mal versuchtest schneller rückwärts zu starten, als der Bergwind den Hang runter floss. Die meisten hast du nie kennen gelernt, den Schirm schon, der war fast allgegenwärtig.
Jetzt kommt natürlich die Frage, was der "reinigende" Aufstieg bringt, wenn am nächsten Tag der Wind nicht passt. Wenn du vorher schon sicher sein könntest, dass du am nächsten Tag runter fliegen kannst, wo bleibt denn dann das Abenteuer?
Nun noch kurz zu unseren Abenteuern in den letzten drei Tagen:
Am 12.06.07 herrschten am Startplatz gute Bedingungen vor. Es war überraschend thermisch recht aktiv und gab uns zweimal über eine Stunde lang die Möglichkeit, uns an unruhiges Fliegen zu gewöhnen.

Eine gute Vorbereitung für unsere Flüge in Palomaret, wo wir gegen 17.30 Uhr eintrafen. Der Wind stand gut an und nachdem Dimi und ich etwas Höhe getankt hatten machten wir uns Richtung Maigmo (einem Berg im Osten von El Palomaret) auf. Da der Südwind eher östlich angehaucht war bereitete mir der Gedanke an das Schlachtfest oberhalb einer markanten Südwestflanke vor dem Ziel doch Kopfzerbrechen. Der alte Apco Bageera, den ich gerade seit einer Woche fliege macht einige seltsame Bewegungen, an die ich mich noch nicht gewöhnt habe und ich wollte mein Vertrauen in die Kiste nicht übermäßig strapazieren. Als ich sah, dass Dimi mit seinem P 43 auch nicht weiterkam machte ich mich auf den Rückweg, um am Startplatz den Bus ab zu holen, falls mein Fliegerkollege unten landet. Fünf Minuten nach meinem Toplanden schoß er jedoch am Startplatz vorbei und spielte sich noch lange oben an der Wand. Um kurz nach neun saßen wir beide breit grinsend im Bus auf dem Weg nach hause.

Dimi beim Soaren.

der Maigmo
Am nächsten Tag planten wir nochmals die gleiche Aufgabe. Als wir am Startplatz ankamen war zu unserer Überraschung auch Alex anwesend, der gerade mitten im Abi steckt und eigentlich lernen sollte. Aber er war uns eine willkommene Verstärkung des Gipfelstürmerteams.
Direkt nach dem Start konnte ich gut Höhe machen und wartete, bis auch Dimi in der Luft war. Danach schoss ich gleich Richtung Osten um möglichst bald an der Schlüsselstelle von gestern zu sein. Bis kurz vor den Grat lief alles supereinfach, als plötzlich vor mir ein großer Greifvogel startete und genau zu meiner Schlachtfestwand flog, um dort traumhaft auf zu drehen. Das war mein Zeichen! Trotz der geringen Höhe stach ich ihm nach...
...und soff tierisch ab. Es spülte mich fast den ganzen Hang hinunter und ich konnte gerade noch zurück über eine tiefe Schlucht gleiten, in der Hoffnung an diesem langen Rücken erneut auf zu soaren. Während es kontinuierlich, aber ruhig runter ging sah ich Dimi ca. 100 m tiefer landen. Über Funk kam kurz später seine Bestätigung der perfekten Aussenlandung. Ich hatte bereits mit dem gleichen Landeplatz geliebäugelt, alternativ zog ich aber eine Hanglandung in Erwägung um auf bessere Bedingungen zu warten. Wer sollte uns hier abholen? Mein Auto war gut 15 km entfernt. Also schrappte ich am Hang entlang, so wie ich es täglich vor meiner Haustür mache. Die Augen suchten verzweifelt nach jedem Grashalm, der sich im Aufwind bog. Jedesmal wenn ich ein noch so leichtes Heben verspürte drehte ich möglichst flach um 180 Grad. Es war ein unendlich langer Kampf um wirklich jeden Meter. Teilweise bemerkte ich, dass ich dem gleichen Busch beim Soaren dreimal umflog, bis ich endlich knapp über ihm war. Nach einer Viertelstunde war ich wieder oben am Grad und konnte Alex drüben sehen, wo der Adler vorher gekreist war. Ich flog zurück und landete oben, um Dimi mit dem Bus ab zu holen. Für einen zweiten Versuch waren danach die Bedingungen leider zu schwach, aber auf der Heimfahrt hatten wir uns viel zu erzählen ( grinsend).

Am 14.06. hatte der Südwind deutlich zugelegt und bei unserer Ankunft in Palomaret war nur Rafa mit dem Boomerang am Himmel. Er bot den wartenden Piloten eine sehenswerte Flugshow während am Startplatz Wind um 40 km/h gemessen wurden.
Als es nach einer Stunde ruhiger wurde und Dimi und ca. 5 weitere Piloten gestartet waren konnte man leider nur noch am Hang entlang kratzen. Alle standen 15 Minuten später unten.
15.06.07 Heute ist Dimi heim geflogen. Den Maigmo verschieben wir auf nächstes mal.
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