Ein ereignisreicher Tag in Santa Pola, Spanien
28.09.07 Fuer diesen Freitag war eigentlich Ostwind in perfekter Staerke (8 bis 10 Kt) vorher gesagt. Am fruehen Nachmittag wurde das laue Lueftchen, was den ganzen Morgen blies staerker, und wir gingen hoffnungsvoll zum Startplatz vor.
Bald kamen die ersten guten Abloesungen hoch und ich zog euphorisch meinen Gleitschirm auf um 5 Minuten spaeter unten zu stehen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin gestern insgesamt viermal abgesoffen und dreieinhalbmal hoch gelaufen. Das ist bis jetzt hier persoenlicher Rekord.Unterhalb Faro abgesoffen...
...den halben Hang hoch gestolpert. Hier bin ich lange nicht mehr gestartet.
Zwischen dem Gestruepp macht sich der alte Tulpenstart gut.
Notstartplatz "Faro" von oben
Hat auch gluecklicherweise diesmal auf Anhieb geklappt.
... und schon bin ich wieder oben bei Stefan.
Stefan vor der Insel Tabarca
Wir haben noch ein bisschen kaempfen muessen, aber die Bedingungen wurden besser. Wir sind noch ca. 2 Stunden geflogen und haben teilweise ganz gute Hoehe erreicht.
Richtung Alicante
Nach einer kurzen Kaffeepause hat es uns nochmal gepackt und wir sind zusammen mit Carmen und Alex gestartet. Dummerweise ist beim Rausziehen der Kamera mein Autoschluessel aus dem Gurtzeug gefallen und ich habe (vergeblich) bis zum Einbruch der Dunkelheit gesucht. Jetzt hoffe ich, dass die spanische Opel- Gang am Montag den Ersatzschluessel bestellen kann.
Carmen
Labels: absaufen, Gleitschirmfliegen, Santa Pola
Start im Gestrüpp 20.04.07
Heute hab ich mal versucht möglichst lang an meiner Gipskartonwand rumzubasteln, um nicht wieder als Erster abzusaufen. Als der erste Gleitschirmflieger an meinem Garten vorbeizog war es aus mit der Geduld, und 3 Minuten später stand ich wieder am Startplatz. Die Bedingungen schienen perfekt, aber nach dem Zirkus gestern war ich vorsichtiger. - Ich wartete erst eine Minute bevor ich startete.
Es war auch besser als gestern, doch nach gut 10 Minuten Flug hatte ich das Gefühl, der Aufwind lässt nach, und vor dem Leuchtturm (Faro) soff ich dann auf halber Höhe ab.

Auf dem Weg nach oben zu meinem "Spezialstartplatz" fiel mir ein, dass ich mit dem 25er noch nie da gestartet bin.
Also erklärte ich ihm zuerst den Tulpenstart, den der 44er schon perfekt beherrschte. Beim ersten Aufziehen blieb die rechte Stabiloleine in einer Wurzel hängen und der ganze Gleitschirm drehte sich ins Gestrüpp. Ich brauchte einer ganze Weile und all meine Kletterkünste, um die Leinen aus dem zerklüfteten Fels und den Büschen zu bergen. Als ich danach nach oben zur Kante sah blickten mir einige Touristen ungläubig entgegen. Zu guter Letzt erschien noch so ein netter Kerl, der von unten hoch gelaufen war , um mir zu helfen und erkundigte sich im besten Englisch nach meinem Wohlbefinden. Nachdem wir 2-3 Minuten unsere Sprachkenntnisse ausprobiert hatten bemerkten wir,

dass wir beide Deutsche waren. Während Simon mal rechts und mal links die Leinen vom Geäst befreite dachte ich mir so: "eigentlich bräuchte man für solche Fälle zwei Fähnchen, ein rotes, wenn man Hilfe benötigt und ein grünes, wenn alles o.k. ist". Es sieht bestimmt dumm aus, wenn so ein Schirm einfach mitten im Hang liegt.
Nach dem fünften Versuch war die Kiste endlich frei und kurz darauf flog ich schon oberhalb der Kante umher. Irgendwie hatte ich nicht mehr den Nerv und auch nicht mehr das rechte Vertrauen zu den Bedingungen und landete eine halbe Stunde später wieder am Startplatz.

Kaum war ich an meiner Arbeit zurück sah ich vorne Ewald, Alex und Carmen starten.
Die Trennwand wird nie fertig!

Um es kurz zu machen : der Nachmittag war ein wahres Flugfest, es ging ununterbrochen gut bis zur letzten Landung (Alex) um 20.56 Uhr.

Ewald und Simon



Labels: Gleitschirmfliegen, Strand