Ich hatte geplant, die Bilder von den heutigen Fluegen in Palo zu veroeffentlichen, da bin ich ueber das Video gestolpert, was Vince vor 3 Tagen am Startplatz vorne gemacht hat. Ich fand die ersten drei Minuten so lustig, dass ich sie euch hier ungeschnitten und mit O- Ton praesentieren muss. Die Palo- Bilder kommen spaeter.
Seltsames Klopfen riss mich in der Fruehe aus meinen Traeumen. Mit einem Satz sprang ich aus dem Bett, um zuerst meine Webcam und danach den Hasen meiner Tochter vor dem sicheren Ertrinken zu retten,- ES REGNET ! Zeit, um zu berichten, was wir gestern gelernt haben: Ideale Bedingungen, um mit Joachim am Strand ein bischen die Gleitschirme zu lueften, dachte ich mir, als ich gestern die Windanzeige sah. Fuer den ersten Tag genau das Richtige! Und so uebten wir gemeinsam das Rueckwaertsstarten, Joachim mal mit gekreutzten, mal mit parallelen Armen und ich mit der Mike- Kueng- Methode.
Joachim am Mittelmeer
Joachim und die Cobra
Das hat super geklappt und Joachim hat festgestellt, wieviel Gefuehl er schon fuer seinen Gleitschirm hat. Spaeter tauchte Eggi auf, der sich die guten Groundhandling- Bedingungen nicht entgehen liess.
Eggi hat die Kiste gut im Griff
Eggi beim Ausruhen
Schon vorgestern am Startplatz hab ich mir so gedacht, dass Eggi es schon wirklich gut drauf hat, Rueckwaertsstart, Ohren anlegen, Toplanding. Ich glaub, das wird ein wirklich Guter.
Die Vorhersage fuer den Nachmittag macht mir grosse Hoffnung auf Soaring an der Hauskante.
Was macht man an einem lauen Sonntagabend, wenn nichts in der Glotze kommt? Man sucht Youtube nach Videos mit Gleitschirmen durch. Ich habe da eins ueber Mad Mike gefunden. Am Anfang hab ich noch gedacht, "...langweilige Travolta- Imitation mit schraeger Musik", aber dann hat es mich schon zum Staunen gebracht.
Suche alten Baum und Minibus fuer unseren Startplatz!
"Was gestern zu wenig war war heute zu viel", wird sich sicher Vicente heute gedacht haben, so wie einige andere Gleitschirmflieger der Gegend. Heute morgen hat es mir schon schier den Toast vom Tisch geblasen. Um 10 Uhr stand Rubens Windanzeige auf 30km/h, Boeen 38,9 km/h. Die Vorhersage hatte uns Hoffnung auf ein paar Fluege am Vormittag gemacht- wird nix draus! Um 14 Uhr dann liess der Wind deutlich nach und ich ging mit dem Windmesser bewaffnet zum Startplatz vor. Spitze um 30 km/h- grenzig!
Eigentlich gar nicht mein Ding bei starkem Wind in der Luft rum zu haengen, aber ein bisschen ground(- nahes) Handling wird mir ganz gut tun, dachte ich mir. Nach dem Start schoss ich gleich hoch, wie ein Sektkorken. Also, ab zum Faro, ein paar Fotos machen.
Auf dem Weg sah ich gerade Alex mit seiner Dschunke ( der weisse Renault ganz oben) an kommen. Ich hoffte bald Gesellschaft zu bekommen, er rief aber so etwas, wie "...muss lernen".
Startplatz Santa Pola
Faro, im Hintergrund Alicante
Startplatz
Landeplatz an der Kapelle
Nach einer Viertelstunde begann ich dann doch zu frieren in meinem duennen Pulli und steuerte meinen Gleitschirm zurueck zum Startplatz. Nach zehn Minuten Turnen durchsetzt mit Uebungen im rueckwaerts fliegen war es mir wieder warm. Eine halbe Stunde konnte ich dann den ueblichen Bloedsinn, wie "Ziegelsteinlufttransport" und "Maexlein steht auf einem Bein" spielen, bevor es so auffrischte, dass ich alle Muehe hatte, den Paraglider am weg fliegen zu hindern.
Eigentlich hatte ich jetzt vor "Ende 1. Teil" zu schreiben und mich noch ein paar Minuten in die spanische Luft zu schwingen, aber die Windgeschwindigkeit steht bei 29 km/h und es wird gleich dunkel ( weiss nicht, was mich mehr hindert ). Morgen sieht es auch recht stuermisch aus, Sonntag wird gut!
Das war er, der erste richtige Ostwindtag in Alicante! Bis 14 Uhr warteten Vicente (Tulpe) und ich auf der Terasse, dass sich der Windsack gegenueber endlich etwas mehr in die Waagerechte bewegt. Von dem strammen Wind mit 10 kn, der unsere Hoffnungen auf den ersten (guten) Flugtag am Cabo de Santa Pola an schuerte war mittags noch nichts zu spueren. Aber, wie ich gestern abend schon schrieb: man soll den Wind nicht vor dem Abend loben. Ausserdem sitzt es sich nicht schlecht bei 23 Grad auf meiner Terasse, zumindest wenn man die noetige Ruhe mitbringt. Tulpe besass diese Ruhe leider ueberhaupt nicht und lief staendig (in freudiger Erwartung auf seinen ersten laengeren Flug) zwischen Kaffeetasse und Gelaender hin und her. Als wir um 14 Uhr vor zum Startplatz gingen war zwar immer noch kein starker Wind, aber man konnte wenigstens den Gleitschirm ueber sich halten. " Falls ich ab saufe gehe ich drueben wieder hoch und versuche dort nochmal zu starten". Mit meinem ueblichen Spruch verabschiedete ich mich zum ersten Testflug 2008. Aber ich musste nicht hoch laufen. Ohne Probleme gleitete ich bis zur Nordwand und hatte dort nach ca. 10 Minuten schon gute Hoehe in der thermisch aktiven Luft gemacht um den Rueckweg zu wagen. Ich wundere mich jedes mal, wo so schnell die Piloten am Startplatz her kommen.
Tulpe war schon startfertig und 2 Minuten spaeter in der Luft.
4.12.07 Welch ein Tag im Paradies! Es war wirklich denkwuerdig schoen heute. Ich glaube, solche Tage kann man nur im Winter erleben. Dunkelblauer Himmel, warmer Aufwind, traumhaft ruhiges Steigen unter dem Gleitschirm und wir waren fast allein.
Andree und Gerhard hatten den ganzen Himmel fuer sich
Um 14 Uhr trafen wir am Startplatz von El Palomaret ein und sahen, dass bereits zwei Gleitschirm- Piloten weit ueber dem Gipfel flogen. Das vorgesehene Groundhandling wurde schnell auf morgen verschoben.
Andree beim Ueberfliegen des Startplatzes
Gerhard hoch ueber dem Gipfel
Andree ueber meinem P44
nach gut eineinhalb Stunden setzten beide Thermikflieger zur Landung an
Heike, Andree und Gerhard gluecklich und ausgepowert
Ich musste waehrend meines Fluges daran denken, wie oft ich gefragt werde, ob ich die Schoenheit meiner neuen Heimat eigentlich noch bemerke, ob mir eigentlich bewusst ist, welche Moeglichkeiten (auch) zum Gleitschirm fliegen die Umgebung bietet.
Heute war der Himmel fast den ganzen Tag bedeckt. Ich krame gerade in den Fotos der letzten Tage und kann mich an dem blauen Himmel gar nicht satt sehen.
Janina macht eine gute Figur, sowohl am Startplatz oben,...
...als auch am Landeplatz. Nach ein paar Tagen hatte sie den Gleitschirm voll im Griff.
Am gestrigen 19.11.07 waren Toni und ich in El Palomaret. Er hatte 3 tolle Fluege und seine ersten Thermikerfahrungen.
Am Landeplatz von El Palomaret
Gleitschirm- Bus (das ist kein Suchbild! Der Schirm liegt drin ! )
Auf der Seite von Gleitschirm-online habe ich gerade ein tolles Video gefunden, welches die Stimmung beim grössten Gleitschirm- Familien- Fest der Welt sehr gut wieder gibt. Vom Herstellertreffen bis zum Tumbling- Weltrekord hat Sascha Burkhardt mit seiner Videokamera alles eingefangen und gut kommentiert. Seht selbst! mehr
Gleitschirmguru Mike Küng lässt sich immer wieder was Neues einfallen. Nach seinen "Gleitschirmsprüngen" aus der Zugspitzbahn und von der Europabrücke gelang ihm nun ein Jump in der ca. 10 Fußballfelder großen Cargolifter- Halle. Ein kurzes Video vom ORF Vorarlberg über den spektakulären Auftritt siehst du hier: http://your.orf.at/vbgwebcam/vheute/newsplayer_ad.php?file=Paragleiter.wmv&title=
oder auf der Website von Mike Küng, wo auch noch andere Schmankerl zu finden sind.
Leider trug ihn sein Gleitschirm nicht ganz zum Zielpunkt, und er musste die letzten Meter über das Wasser laufen.
Warten in Palomaret und fliegen in Buenos Aires 29.04.07
Bei Westwind ist es hier immer schwierig zu fliegen. Nicht nur, weil es an unserem Hausgelände nicht geht, sondern weil die Wetteragen meist böigen, schwer einschätzbaren Wind mit sich bringen. So auch gestern. Ab mittags sollte eigentlich süd vorherrschen, und wir standen dementsprechend in El Palomaret mit ca. zehn anderen Piloten und warteten vergeblich, dass es dreht. Zum Einsatz kam nur der kleine Schirm.
Auf dem Heimweg kam uns die Idee bei einem Hügel in der Nähe vorbeizuschauen, den man nach der dortigen Urbanisation "Buenos Aires" nennt. Der Hang wurde vom Südwind, der bei uns wehte gut angeblasen und wir studierten zuerst, wo die Modellflieger Steigen hatten.
Danach konnten wir uns teils ganz gut halten und auch Alex, Guido und Timo kamen noch zum Fliegen.
Den ganzen Tag hab ich auf den versprochenen Ostwind gewartet. Hätte vielleicht besser mit Alex nach Palomaret fahren sollen! Ich war gerade voll im Gipskarton- Trennwand - basteln als der Windsack auf dem gegenüberliegenden Funkmast Ostwind anzeigte. Die Euphorie wurde gebremst, als ich am Startplatz eintraf. Der Wind war doch ziemlich süd und die beiden anwesenden Piloten spielten umeinander, darauf wartend, dass der andere endlich startet. Ich zog meinen Schirm auf und startete ohne lange Überlegungen. Dafür wunderte ich mich, dass ich nach Süden nur ganz wenig Fahrt hatte und nicht mal bis zur nächsten Mulde kam. Während ich wieder hochkletterte betrachtete ich ständig den Windsack, der immer noch ost mit etwas süd anzeigte. Der Startplatz oberhalb der Geröllmulde empfing mich mit einem guten Lüftchen und ich dachte: "ausruhen kannst du dann in der Luft!"
Nach dem Start ein nettes Steigen, das plötzlich ganz abrupt in tierisches Sinken wechselte. Im Moment, als ich schon nach einem Landeplatz Ausschau hielt wieder gutes Steigen, das mich über die Kante hob. Das ging so einige Minuten hin und her, wobei ich bei dem schlagartigen Saufen einmal fast in einen Felsvorsprung gerauscht wäre. Entnervt versuchte ich nur noch möglichst weit Richtung Heimat zu kommen und landete unterhalb des Startplatzes. Beim Hochlaufen gehen mir ja meistens die dümmsten Sachen durch den Kopf. Ich meine jetzt außer, dass ich taktisch bescheuert geflogen bin. Plötzlich kam mir die Idee, dass ich mich irgendwann mal in den Fels bohre, weil ich nicht warten kann, bis die Bedingungen gut sind. In diesem Moment flog ein Tandem über mich hinweg.