Samstag, 5. Mai 2007

Rückwärts fliegen in Santa Pola

Nach meinem samstäglichen Paddelspiel konnte ich nicht schnell genug meine Turnschuhe gegen die Hanwags tauschen, als ich den Ostwind sah. Ein Nova- Pilot war bereits gestartet und hatte schon stattliche Höhe. Der Start bei dem strammen Wind mit dem 25er war etwas gewöhnungsbedürftig, da die Kiste mich überraschenderweise leichter aushebelte, als der 44er. Danach flog ich gleich Richtung Süden und hatte einige Probleme vorwärts zu kommen, da der Wind scheinbar jetzt südlicher kam. Vor El Faro ging es stetig nach oben und ich hatte den Nova bald eingeholt.








Nachdem ich nun ein bisschen hin und her geflogen war wurde mir in den kurzen Hosen doch etwas frisch und ich beschloss zu landen. Der Wind hatte aufgefrischt, wie man an den Schaumkronen auf dem Meer sehen konnte, und ich machte mich auf eine spassige Landung gefasst. Als ich beim ersten Test- Anflug vor dem Landeplatz drehte musste ich schon gut den Beschleuniger treten, um noch vorwärts zu kommen. Beim nächsten Versuch kam ich etwas tiefer an und flog kurzzeitig sogar beschleunigt rückwärts. Glücklicherweise ließ die Windstärke in Bodennähe etwas nach, und ich konnte mich nach draußen schaukeln. Ich hatte vom Toplanden die Nase voll und quälte mich am Fuß des Hangs durch die Turbulenzen zu Boden. Als ich auf dem Weg nach oben war startete gerade ein spanischen Kollege. Sein Schirm ist zwar schneller, er musste aber auch unten landen. Ich glaube, die letzten 20 m über Grund ist er von einem Klapper in den anderen gefallen.



2 Stunden später hatte der Wind wieder nachgelassen und ich noch ein paar nette Flüge.
Während ich mich zwischendurch am Startplatz mit ein paar Piloten unterhielt startete ein Tandem mit einem Megaknoten in der D- Ebene. Ich hätte nie gedacht, dass ein Gleitschirm mit so einem Knoten in den Leinen überhaupt fliegt. Der Pilot zeigte sich auch nach meinem Zurufen nicht sonderlich beeindruckt und flog noch ca. 10 Minuten umher bevor er absoff.


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Montag, 23. April 2007

Föhn in Santa Pola

Seit dem Aufstehen Wind über 30 km/h und in Valencia immer noch Flaute!
Eigentlich hatte der Wind schon brav von NO auf O gedreht, aber die Schaumkronen auf dem Wasser verrieten, dass die Windstärke zu gut für mich war. Frei nach dem Slogan: "Ist er zu stark- bist du zu schwach" hab ich mich dann erst am Abend nach vorne gewagt, nachdem ein Airwave mit seinem Piloten am Startplatz aufgetaucht war. Gut 5 Minuten sind wir beide dagestanden und haben auf ein "Startfenster" gewartet. Das Meer war ruhig und die Anzeige von Rubens Wetterstation meldete 24 km/h. Mir war schon klar, dass der Gelbe Blitz seinen Namen eigentlich nicht zurecht hat, weil es eigentlich eine langsame Kiste ist, aber der Start schien mir im Moment das größte Problem zu sein. In einem günstigen Augenblick zog ich den Gleitschirm auf und startete. Ein paar dynamische Kurvenwechsel vor dem Startplatz, um nicht gleich zu viel Höhe zu bekommen- alles sah normal aus. Ich flog ruhig geradeaus und stieg sofort. Plötzlich wurde die Luft deutlich wärmer und ich begann rückwärts zu fliegen. Kein nettes Gefühl, aber alles fühlte sich noch sehr ruhig an. Ich bescheunigte und stand immer noch in der Luft rum. Nachdem ich die Ohren angelegt hatte und wieder etwas gesunken war kam auch langsam die Vorwärtsfahrt zurück. Weiter draußen, dachte ich ist es einfacher vorwärts zu kommen, und unten lässt es sich bei dem Wind besser landen.

Also eierte ich langsam Richtung Strand. Sobald ich aus dem Beschleuniger ging flog ich wieder rückwärts, und ansonsten ging es nur runter. Ich fand mich mit der Vorstellung ab, unten zu landen. Ein paar Meter vor dem Boden wurde es etwas unruhig, gefolgt von einem starken Sinken. Am Boden bemerkte ich dann absolute Windstille.??? Ich raffte meinen Schirm aus dem Gebüsch und machte mich auf den Weg nach oben. Auf halbenWeg sah ich den Airwave über mir, der genau so rückwärts flog. Nach Beschleunigereinsatz landete er dann auch unten.

Was zu beweisen war.



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