Ich hatte geplant, die Bilder von den heutigen Fluegen in Palo zu veroeffentlichen, da bin ich ueber das Video gestolpert, was Vince vor 3 Tagen am Startplatz vorne gemacht hat. Ich fand die ersten drei Minuten so lustig, dass ich sie euch hier ungeschnitten und mit O- Ton praesentieren muss. Die Palo- Bilder kommen spaeter.
Eigentlich bin ich ja nicht so der Hardcore- Touri à la "die- 96 -Kirchen- Roms- in- zwei- Tagen", daher hatte ich vor, die vier Tage Barcelona einfach nur zu ueberleben.
Als es dann an die Planung ging wurde mir recht schnell klar, dass ich mich auf das Wesentliche beschraenken muss und da gibt es zwei Dinge:
1. Gaudi, ein ziemlich abgedrehter Typ, der sich in unzaehligen Dingen verewigt hat.
Gewohnt haben wir in der Pension Arosa, sehr zentral gelegen (nahe der plaça de catalunya) und guenstig.
Blick vom Balkon
Antoni Gaudi's Kunstwerke sind echt beeindruckend und wurden sicherlich in mehreren hundert Reise- und Kunstfuehrern gut beschrieben, desshalb erspare ich mir das hier.
Nur eine kurze Bemerkung zur Sagrada Familia: es war meine teuerste Baustellenbesichtigung bisher, aber trotzdem aeusserst interessant. Die Statik- ein Traum! Wie beim Fliegen, die besten Vorbilder bietet die Natur.
in der Sagrada Familia
Es gibt hundert tolle Stellen in Barcelona zum Chillen.
Und abends...
Im Hardrock- Café sollte man fruehzeitig sein.
Bier trinken unter dem Cadillac- wie in alten Zeiten!
Eins steht fuer mich fest: Nach Barcelona muss ich noch mal!
Endlich wieder zurueck aus dem verregneten Deutschland!
Gestern habe ich die ersten Runden mit dem Schirm gedreht. Wir waren nur vier Piloten am Hang und hatten bei den thermischen Bedingungen reichlich Spass.
Chris
Zum ersten mal mit kurzen Hosen geflogen- ich glaub, es wird Sommer!
Bevor ich morgen ins verregnete Muenchen fliege muss ich noch ein paar Bilder unserer Aktivitaeten der letzten Tage posten.
Am 6.04.08 war mal wieder Westwind. Ich habe es in den voran gegangenen Posts schon oft genug wiederholt: Westwind ist hier schlecht zu fliegen und wenn doch, dann meist bockig. Wenn ich von "fliegen" spreche meine ich nicht die Sackhuepferei am fruehen Morgen, wenn die tote Luft zum Meer fliesst!
Gutes Beispiel: 6.04. Peña Rubia: Westwind mit 20 km/h, starke Abloesungen am Startplatz, die wir noch abwarten wollten- eine unscheinbare Wolke suedwestlich von uns, die gerade am Aufloesen war und sich danach neu formierte.
15 Minuten spaeter...
musste ich den Windmesser mit zwei Haenden fest halten ( max. 103 km/h)!
7.04.08 Santa Pola
Als waere das nicht genug hat uns dann am naechsten Tag ein Maedel gezeigt, wie man am Cabo soart. Die ersten Buben waren schon abgesoffen, und am Startplatz war noch nicht genug Wind, um den Gleitschirm hoch zu ziehen.
Was der tiefe Luftdruck so aus macht!
Gott-sei-Dank hatten Ricco und ich gewartet. So konnten wir uns dazu gesellen und den schoenen Tag in der Luft verbringen.
Am naechsten Tag hatten wir ja dann Palo gemietet, wie bereits gepostet unter
Am 9.04.08 wollte ich mal wieder Orito besuchen. Ich weiss auch nicht, der Hang hat es mir irgendwie an getan. Ich bin erst drei mal dort geflogen, aber das ist bestimmt was fuer laue Sommerabende.
Im Gegensatz zu mir hatte Ricco keinen grossen Spass dort, obwohl Toni Starthilfe leistete und San Pasquale alles beaufsichtigte.
Der Wind drehte hin und her. Erst Auto waschen dann Kaffee trinken.
Letzte Meldung:
Gerade schreibt mir Alex, dass Rafa gestern von Castilla- La Mancha ueber Murcia nach Urbanova ( liegt zwischen Santa Pola und Alicante) geflogen ist, 140 km !!! Stolze Leistung,
Der spanische Wetterbericht hatte fuer ganz Spanien Regen gemeldet- fuer ganz Spanien? Nein, ein kleines Gebiet rund um Alicante leistete tapfer Widerstand.
Meine ganze Flughoffnung konzentrierte sich auf die Zeit zwischen 18 Uhr und 20 Uhr.
Es freut mich, dass ihr mir vertraut und euch nicht vor dem Fernseher verkrochen habt!
Fuer den Abend war eine Winddrehung nach sued vorher gesagt, also machten wir uns auf nach El Palomaret. Auf dem Weg dorthin pickten wir Toni am Airport Alicante auf. Kaum eine halbe Stunde, nachdem sein Flugzeug aus Basel gelandet war stand er schon am Startplatz und sortierte seine Leinen.
Hui war Vince aufgeregt, als es vorgestern hiess: "Wir fahren nach Palo". Zuerst war uns der Suedostwind noch zu stark und wir betrachteten die Locals beim Aufdrehen. Bald schon machten sich Martin uns Andreas fertig und starteten perfekt, um kurz darauf ueber uns zu kreisen.
Martin
Vince hatte zwei schoene Fluege und zwei maessige Landungen.
v.l.n.r. Eggi, Raul, Vince und Andreas (Martin ist noch in der Luft)
4.04.08 Paragliding@ Santa Pola
Ein spitzen Ostwindtag der uns einen Vorgeschmack auf den Sommer gab.
Martin
Frank
Fliegen vor dem Leuchtturm
Martin vor dem Mittelmeer
Am Abend habe ich mit Rauls Freundin Maria noch einen Tandem gemacht
Irgendwie will das mit dem Hochladen der Gleitschirmbilder heute nicht klappen, desshalb habe ich auf mein Gleitschirmblog unter blog.de zurueck gegriffen und dort gepostet:
Der Westwind ruettelt gewaltig am Windsack, waehrend Tima, Thomas, Michael, Wolfgang, Alois, Frank und Peter in der spanischen Sonne auf Beruhigung warten. Nach dem Bodega- Besuch gestern ist die Ruhepause willkommen. Mir gibt sie Zeit, die ausstehenden Fotos hoch zu laden.
7.03.08 Gleitschirmreise ans Mittelmeer
Am Vormittag nutzten wir den starken Nordwind, um am menschenleeren Strand wildes Bodenturnen zu veranstalten
Toni und Ricco fleissig beim Groundhandling
Nach einer Stunde kam die erhoffte Winddrehung auf ost und wir konnten das Geuebte gleich oben am Startplatz um setzen.
Ricco vor dem Mittelmeer
Toni
Eggi kam auch bald vorbei
Ricco unterhalb des Leuchtturms
8.03.08 volles Programm in den Gleitschirmferien
Vormittags erlaubte der NO- Wind eine Stunde Fliegen, bevor er mir zu stark wurde und wir beschlossen, zum Grondhandling an den Strand zu gehen.
Bald waren alle in der Luft
Hans mit dem Bolero machte riessige Fortschritte
Wir uebten im Stehen, Sitzen und Liegen:
Ricco
Carmen
Eggi
Peter wartet...
..., dass der gute alte Flight Design endlich hoch geht
mir haben sie Peters Pilotenhelm auf gesetzt. Fehlt nur noch die Antenne, dann sehe ich aus, wie eines der Teletubbies
Als nach einer Stunde der Wind nach liess sahen wir drei Piloten oben starten. In Windeseile war alles im Bus verstaut und Minuten spaeter standen wir am Startplatz.
Ricco bekam am Leuchtturm gute Hoehe
auch Ewald hatte seinen freien Tag genutzt
Hans ueber meinem P44
Eggi schrappte am Fels entlang, dass mir heiss und kalt wurde
Die naechsten beiden Tage sprachen die Lenties eine deutliche Sprache und wir konnten ausser Bodenuebungen nichts machen.
Die Bilder der letzten Tage von Peter, Ricco, Toni und Hans in Spanien will ich euch nicht vor enthalten.
Peter war hier so viele Stunden in der Luft, wie manch einer im ganzen Jahr
Hans vor dem Leuchtturm
Ricco vor der Insel Tabarca
Toni
Peter am Wendpunkt "Santa Pola de este"
Hans fliegt am Ufer entlang
Am Nachmittag waren alle Piloten in der Luft
6.03.08 Die Kaltfront war mit Windgeschwindigkeiten ueber 60 km/h ueber uns hinweg gezogen. Morgens um 8 Uhr hatte es gerade 4 Grad und meine Tochter ist auf dem Schulweg fast auf ihrem Roller erfrohren. Bei stahlblauem Himmel reichte die Erwaermung des Bodens, um aus dem Nordwestwind einen Ostnordostwind zu machen und am Startplatz waren um 10 Uhr schon gute Abloesungen zu spueren. Ich konnte es mal wieder nicht erwarten und startete meinen Winterschirm viel zu frueh. Anstatt im guten Aufwind vor der Urba El Faro zu bleiben versuchte ich zum Leuchtturm zu gleiten und soff klaeglich am Ende der Felswand ab.
am Ende der Farowand stand ich auf dem Boden
Ich bin zwischen Leuchtturm und der Urba Carabassi ja schon so ziemlich ueberall ab gesoffen, aber hier war ich noch nie. Ich tiegerte also die 20 Meter bis zur Felswand den Hang hoch und suchte verzweifelt eine Stelle ohne Dornengestruepp. Ich kann beim Tulpenstart alles vertragen, ausser Fels und Dornen. Wenn die Leinen dort einmal rein fallen hast du verlohren. Nach 10 Minuten stand ich startbereit und wartete auf etwas Aufwind, um den Schirm zu entfalten.
...und wartete, ...und wartete ... bis die ersten Geier ( Toni und Ricco) ueber mir kreisten. nach ewigen Zeiten dann endlich die Erloesung in Form einer Abloesung, die mich dann hoch zur Kante zog. Es war kein Problem, sich oberhalb der Wand zu halten, aber weil es mich in meinem Pulli langsam frohr flog ich zum Startplatz. Ueber den Startplatz fand ich, gerade als ich mich landefertig machte einen kleinen Bart, den ich zentrieren konnte und schraubte mich in eiskalte Hoehen.
Dumme Sache! Nach einem schoenen Ostwindtag mit hervorragenden Flugbedingungen nahm die Windstaerke am Nachmittag kraeftig zu. Zwei gute Locals wagten es dennoch bei Windgeschwindigkeiten mit 27 km/h im Mittel und Spitzen um 36 km/h zu starten. Der erste Start mit dem Sigma war nahezu perfekt. Der zweite Pilot hatte weniger Glueck und startete in eine Windboe und musste die Aktion mit einem gebrochenen Fuss bezahlen. Gute Besserung! Vince, die alte Tulpe hat mit der Kamera drauf gehalten, danke!
Schon wieder ist eine Woche vergangen seit dem letzten Post und wir waren viele Stunden beim Paragliding.
25.02.08 Guter Tag, an dem man zuerst sehr eng am Hang kratzen musste um sich zu halten
Toni beim Startlauf...
...und in der Luft
Eggi und Alex beim Schirm lueften
26.02.08 Ich bin mal wieder zu frueh gestartet und nach kurzem, aber erfolglosen Kampf unterhalb des Leuchtturms abgesoffen.
War schon lange nicht mehr hier! Der Startplatz kommt mir jedes mal kleiner vor. Ob das mit dem Tulpenstart auch mit dem Winterschirm klappt? Bin aeusserst skeptisch und warte eine Ewigkeit auf eine Brise vom spanischen Mittelmeer. Dann endlich, die dritte Abloesung erscheint mir stark genug. Unter den erstaunten Augen der Touristen, die von der Klippe auf mich runter schauen ziehe ich den Apco Bageera auf und bin ueberrascht, wie gut er steigt. Jetzt nur nicht ueberbremsen! Als ich Sekunden spaeter an der Wand rechts von mir bis zur Kante auf steige kommt mir ein Jauchzer aus. Ich liebe diesen Hang! Nachdem ich am Startplatz ein gelandet bin springe ich in den Bus und hole Toni am Strand ab. Wir beschliessen danach nach Palo zu fahren, weil der Wind immer mehr nach sued dreht. Nach einem guten Flug stehen wir beim zweiten mal oben in der kondensierenden Luft.
v.l.n.r. Eggi, Joachim, Toni, Peter,
Eggi hatte heute seinen ersten Flug in El Palomaret. Hat er gut gemacht!
27.02.08
Toni, guter Starter, auch bei wenig Wind
Toni
28.02.08 Fast zwei Stunden Paragliding im laminaren Aufwind.
Joachim beim Vorwaertsstart...
...und in der Luft
Joachim am Faro
Joachim vor der Urba El Faro
29.02.08 Joachims letzter Tag. Noch schnell eine Stunde Gleitschirm fliegen und dann packen.
Peter hatte auf dem Weg vom Flughafen Alicante zum Startplatz Santa Pola gerade Zeit, seine Tasche im Haus zu verstauen bevor es mit dem Schirm in die Luft ging.
Mein erster Eindruck: guter Mann, kann mit der Kiste umgehen und ueberholt mich wahrscheinlich auch beim hoch laufen.
2.03.08 Heute frisch eingetroffen und gleich in der Luft: