Donnerstag, 2. Juli 2009

Paragliding@Fun Cup- der erste Tag

Wie fliegt man den Fun Cup ohne Gleitschirm? Nun habe ich ein Interim- GPS aufgetrieben und ein Kabel gebastelt, aber das Wichtigste fehlt! Ich warte immer noch auf meinen Paratech P11! Was tun? "Ach kein Problem, ich habe ja noch den P25" dachte ich mir.


Jedem, der die Piloten mit ihren Einser- Schirmen belaechelt kann ich nur empfehlen, mal einen Flug mit solch einem Paragleiter zu machen. Ich waere gestern beinahe zweimal eingebombt. Da ist wenig mit " ... da gleite ich mal schnell rueber und tanke Hoehe". Man muss sein Fliegen total umstellen. Natuerlich bin ich gleich zweimal abgesoffen, und das bei der Hitze!

Das zweite Mal direkt unterhalb vom Faro. Gute Moeglichkeit, um mal wieder den Tulpenstart zu ueben.


Tulpenstart unter dem Leuchtturm
Am Nachmittag hat der Wind dann deutlich auf sued gedreht und ich bin nach Palo gefahren. Bei meiner Ankunft kein Schirm am Himmel und danach oben auch niemand. Komisches Gefuehl, obwohl der Wind gut an stand. Nachdem ich das GPS sorgfaeltigst eingeschaltet hatte (es hat mir naemlich meinen besten Vormittagsflug verschluckt) habe ich mich raus gehauen und hatte einen sehr schoenen Flug.

der brave P25
Spaeter kam dann noch Conrado und ich war nicht ganz allein.
Gegen halb acht wurde der Aufwind schwaecher und ich zerbrach mir den Kopf ueber meine weitere Flugplanung. Ich wollte versuchen bis 20 Uhr zu fliegen, aber nicht unbedingt danach 360 Meter hoch laufen. Wie erkenne ich den richtigen Zeitpunkt zum Einbomben? Ich habe keine gute Loesung gefunden und bin ca. 100 m unterhalb des Startplatzes um 20.03 Uhr gelandet.

Startplatz Palo (links)
Meine Fluege findet man unter Paragliding-Fun-Cup.

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Montag, 29. Juni 2009

Der Fun-Cup rueckt naeher!

Wow! Heute morgen habe ich das erste Mal ein bisschen Paragliding-Wettkampfluft geschnuppert. Nachdem ich mich gestern unter der DHV-XC-Seite registriert und die kostenlose Max-Punkte-Software downgeloadet habe bin ich gleich in der Frueh zu Omar in den Laden gerannt und habe mir sein GPS, ein aelteres Garmin Summit geliehen. Dummerweise hat er sein PC-Kabel seit laengerem verschmissen. Na super, was mach ich jetzt? Egal, zuerst mal fliegen!



Auf dem Weg zum Start kam mir Alex schon entgegen. Es war ein gemuehtlicher Flug bis zum Turm in Santa Pola del Este. Alex machte beim Faro seine Sperenzchen und ich ueberwachte die Punkte auf der GPS- Anzeige.



Alex beim SAT- straeflich tief!!!



Santa Pola Ost


Nach einer guten Stunde beendete ich meinen GPS- Testflug.

Nun fing die Arbeit an. Wie bringe ich die Daten in den PC? Ich hab ein bisschen rumgegoogelt und ein paar tolle Seiten gefunden:


Linksammlung fuer GPS da findet man eigentlich alles.


Fuer meinen Zweck fand ich dann Spitzenbilder ueber die Belegung der Stecker unter folgendem Link.


Den R232- Stecker fuer den COM- Anschluss findet man ja an jeder alten Maus, aber der Garmin- stecker auf der anderen Seite benoetigte etwas Bastelarbeit.
Material: ein altes Stueck Plastik, drei Stueck Kabel und jede Menge Heisskleber.


Auf jeden Fall hat''s funktioniert und mein erster DHV-XC- Flug steht drin unter Testflug.
Das hat mir fast 20 XC- Punkte eingebracht.
Uebermorgen geht's los!

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Samstag, 27. Juni 2009

DHV Fun Cup

Die Einserklasse unter den Gleitschirmen hat sich mittlerweile gemausert. Nicht nur beim Soaren findet man den ein oder anderen Fliegerkollegen, der sich mit seinem Einsteigergeraet gegenueber den heissen Kisten behauptet, auch beim Thermikkreisen sind die gutmuetigen Paraglider immer haeufiger oben anzutreffen. Die grossen Leistungsunterschiede am Hang sind Vergangenheit, und nicht selten tauscht der ueberzeugte Performancepilot der letzten Saison seine Kiste gegen einen Einser ein. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • leichter Wiedereinstieg nach Flugpause
  • weniger Stress fuer Wenigflieger
  • mehr Spass auch bei unruhigen Bedingungen
  • verzeiht mehr Fehler (z.B. beim Start)
  • guenstigerer Neupreis
  • wesentlich weniger Wertverlust

Zudem macht es natuerlich wesentlich mehr Spass die anderen Piloten mit einem Einsergeraet auszukurbeln ;-))

Nun hat der DHV auf die Anregung der staendig anwachsenden Gemeinde der Einserpiloten reagiert und fuer sie einen eigenen Wettbewerb in Leben gerufen, den

DHV FUN CUP- einen Paragliding- Wettkampf nur fuer Schirme mit LTF-1-Klassifizierung.

Es gibt 2 Wertungsklassen in denen der Pilot nach Anmeldung beim DHV-XC teilnehmen kann:

1. Airtime: Es wird die gesamte Zeit gezaehlt, die der Pilot waerend der Wettbewerbsdauer in der Luft war. Alle Fluege werden gewertet. B- Schein ist nicht erforderlich!

2. XC-Distance: Es werden wie bei der Deutschen Streckenflugmeisterschaft Punkte gezaehlt. Die drei besten Fluege werden gewertet.

Wettbewerbsdauer ist dieses Jahr vom 1.Juli 09 bis 15.September 09.

Zur Teilnahme benoetigt man ein GPS-Geraet mit dem die Fluege mittels kostenloser Software zur DHV-XC-Seite hoch geladen werden.

Guenstige Geraete gibt es z.B. von Garmin:

Garmin eTrex H fuer 80 Euro

Garmin eTrex ventuere HC fuer 140 Euro

Da muss ich doch mal schauen, dass ich bis naechste Woche alles zusammen habe!

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Montag, 22. Juni 2009

Absinkinversion nervt

Seit unserem Behinderten- Paragliding- Tandemflugtag am letzten Wochenende haben wir jeden Tag mit den Auswirkungen der bodennahen Inversion zu kaempfen. Am Startplatz sieht alles ideal aus, der Ostwind pfeifft mit 25 km/h, ab und zu mal ne staerkere Abloesung, doch nach dem Start beutelt es einen in der Luft herum und nach ein paar Minuten steht man am Meer unten, wo es fast windstill ist und schwitzt wie ein Brot.

Vor ein paar Tagen bin ich bei schwachem Nordost gestartet und habe mich zur Nordwand gehangelt, wo es auch hoch ging (wenn auch sehr unruhig). Ploetzlich nickt die Kappe leicht nach hinten und das Steigen wird kraeftiger-uff! Zehn Sekunden spaeter fliege ich rueckwaerts. Das ist mir hier schon lange nicht mehr passiert! Normalerweise sieht man ja am Meer gut, wie stark der Wind ist (oder bald wird).


Schaumkronen = Wind ueber 30 km/h


Cellulitis auf dem Wasser = staerkere Boeen


Jetzt ist das Meer aber total glatt und ich fliege trotdem langsam rueckwaerts!!!

Wenigstens ist hier oben der Wind laminar, also trete ich den Beschleuniger bis zum Anschlag und versuche die Kiste still zu halten. Es dauert etwas bis die Nickbewegungen sich beruhigen und der Schirm speedet. Die Windgeraeusche nehmen deutlich zu und ich bin ueberrascht, wie schnell der alte Apco wird. Endlich stoppt die Rueckwaertsfahrt und ich schiebe mich wieder ueber die Kante Richtung Meer. Nachdem ich ein paar Minuten spaeter wieder am Startplatz eingelandet bin faellt mir auf die fragenden Augen der anwesenden Spanier nur ein Wort ein "impressionante!" .

Die naechsten Tage konnte man zwar auch den dunklen Streifen der Inversion am Horizont erkennen, aber der Windgeschwindigkeitsunterschied der beiden Luftschichten war nicht so gross, so dass Peter und ich einigermassen gut fliegen konnten.


Peter mit seinem Gradient Bright3
Auch wenn es am Mittwoch sehr unruhig am Hang war, und wir umeinander gehuepft sind wie die Flummies hat es trotzdem Spass gemacht, und Peter hat sich ueberraschend gut geschlagen.

Jeder zimmert sich bei solchen Erlebnissen natuerlich seine eigenen Erklaerungen zusammen. Ich habe etwas rum gesucht. Wonach sucht man, wenn man Infos ueber die Luft-, Wind- und Wettersituation braucht? In den Temps! Die Temps sind das Gebetbuch des Fliegens.
Gute Erklaerung dazu findet man hier.
Das Temp von deinem Gelaende findest du nach Eingabe der Koordinaten bei NOAA-Air-Resources.
Kurz: Die durch das Absinken der Luftmassen im alten Hoch entstandene Inversion trennt die untere schwachwindige Luft und die obere Starkwindluftschicht.

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Montag, 15. Juni 2009

Paragliding-Tandem- Flugtag fuer Behinderte in Santa Pola


“JORNADA PARAPENTE Y CONVIVENCIA”


Nick von Doyouwanna, Carmen und Alex haben zusammen mit der Organisation adaptamosgroup am 13./14. Juni ein Flugwochenende organisiert, an dem Behinderte kostenlos Tandem fliegen konnten. Auch ich hatte neben Bartual, Omar, Raul und anderen Biplace-Piloten meine Hilfe zugesagt.



So standen wir am Samstagmorgen freudig zusammen mit vielen Helfern (Conrado, Jose-Bombero, Chris, Antonio, Antolino, Toño-Taller, Toni-mas7, Rafa,Manolo und viele andere), die schon am Vorabend den Startplatz gereinigt hatten mit unseren Tandemschirmen bereit, die erste Gruppe, von rund 45 Passagieren mit geistiger oder koerperlicher Behinderung in die Luft zu bringen. Einzig der Wind wollte uns einen Strich durch die Rechnung machen. Eine ausgepraegte Inversion teilte die Luftmassen unter Startplatzhoehe in einen winstillen unteren und einen perfekt angestroemten oberen Teil. Bei meinem Probeflug habe ich mich zum Aufwaermen dann gleich versenkt. Desswegen ueberliess ich nach dem Hochlaufen den uebrigen Tandempiloten den Vortritt. Wie erwartet hatten die ersten beiden recht unruhige Bedingungen mit teils boesem Sinken und erreichten den Landeplatz nur mit Muehe. Nein, das waren nicht meine Vorstellungen von einem Tandemflug , und so liess ich meine erste Mitfliegerin wieder das Gurtzeug aus ziehen und raeumte meinen Tandemschirm zusammen. Erst gegen 15 Uhr hatte sich die Sperrschicht soweit aufgeloest, dass ich mich mit mit meinen Passagieren in die Luft wagte. Der zweite Mitflieger ist mir halb gestorben vor Angst und ich musste mein bestes Spanisch hervor kramen um ihn zu beruhigen. Nach der Landung waren alle total begeistert- teils von dem tolle Erlebnis, aber oft auch von der eigenen Tollkuehnheit.
Fuer beide Seiten eine neue Erfahrung- ich glaube, ich habe den Sinn dieser Veranstaltung begriffen!

Abends wurde es dann richtig gut in der Luft und sofort waren nicht nur ein paar Tandems am Hang, sondern der Himmel war voller bunter Gleitschirme. Endlich auch mal Zeit, dass die Betreuer der Behinderten einen Flug im Tandemschirm erleben konten. Rafael, ein Lehrer und Mitarbeiter von Adaptamosgroup hatte viel Spass ueber dem Faro.





Rafael


Er konnte alleine fliegen- ein fliegender Rollifahrer, den ich schon ein paar Mal hier bewundert habe.


der Hang voller bunter Gleitschirme



auch Nemo mit seinem P43 hatte beste Flugbedingungen
bei solch einer Veranstaltung darf die Paella nicht fehlen

Sehr begeistert haben mich die unzaehligen Start-, Lande- und Transport-Helfer, die ich ja sonst nur als Fliegerkollegen kennengelernt habe. Wenn ich einen Pokal fuer den besten Helfer zu vergeben haette wuerde ich ihn Rafa geben, der beim Einhaengen der Passagiere gezeigt hat, dass er so gut mit Menschen umgehen kann, wie er fliegt.

cartel_jornadas.pdf

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Freitag, 12. Juni 2009

Gastpiloten in Spanien

Ich habe gestern mal endlich den Speicher meiner Kamera geleert. Da waren ja noch tolle Fotos drauf!



Fritz (vorne mit P25) und Tom am Hang
Blick nach Sueden


meine beiden Schweden Anna-Carin und Jonas



Anna- Carin
Jonas vor Alicante
Zum Thema "geeignetes Schuhwerk":
Pilot aus dem deutschen Alpenraum
Model Hanwag Light
"... natuerlich wieder die Deutschen" musste ich mir leider anhoeren, als eine Gruppe von Piloten aus dem Voralpenland ohne Helm, mit obigem Schuhwerk und einer Bierdose am Gurtzeug am Startplatz auftauchte.
Ich will hier keine Diskussion ueber Unfaelle im Gleitschirmurlaub anfangen. Ich bin noch nicht mal der Meinung, dass jeder unbedingt einen Guide zum Paragleiten in unbekannten Gelaende benoetigt, aber sehr oft faellt mir auf, dass die meisten Urlaubsunfaelle beim Gleitschirmfliegen alleine dadurch haetten verhindert werden koennen, dass die Piloten die gleichen Vorkehrungen treffen, die sie bei sich zu Hause auch treffen.
Warum muss der brave DHV- Pilot im Ausland die Sau raus lassen?
Dazu passend: drei Tage spaeter hat ein Pilot der gleichen Bauchtanztruppe nach einem missglueckten FLUGMANOEVER seine Rettung geworfen. Ob das Rettungsgeraet kurz vor oder erst nach dem Aufschlag geoeffnet hat konnte mir niemand genau sagen. Dem Pilot ist, wie durch ein Wunder, nichts Groeberes passiert.
-------------Das ist eine Leerzeile, die zum Nachdenken anregen soll!-------------
10.06.09 in El Palomaret
Vorgestern waren Toni und ich in Palo. Wir waren fast zwei Stunden in der Luft, und es waren unbeschreiblich gute Bedingungen mit feinster Rentnerthermik. Ich bin mal wieder meinen alten Paratech P44 geflogen und wurde erinnert, wie superflach die Kiste dreht.
Toni- im Hintergrund der El Cid

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Donnerstag, 4. Juni 2009

Memmingen- Alicante- Memmingen fuer 10 Euro

Fuer Schnellentschlossene Gleitschirmpiloten (und auch Nichtflieger) bietet RyanAir bis heute Nacht um 24 Uhr Fluege von Memmingen nach Alicante und zurueck im Juli fuer 10 Euro inkl. Steuern und Gebuehren an. Soviel kostet die Fahrt mit der Bergbahn in Koessen zum Startplatz!

Der Hinflug FMM- ALC ist jeweils am Di und Do um 9.30 Uhr (Ankunft ALC 12 Uhr, d.h. ihr steht um 12.30 am Startplatz).
Der Rueckflug am Di, Do und Sa geht um 6.35 Uhr (Ankunft FMM um 9.05 Uhr).
Das Ganze mit 10 kg Handgepaeck oder fuer 30 Euro/Flug mit Sportgepaeck.

Zwei Tage Paragliding, Sonne, Strand und Pool inkl. Uebernachtung und Leihgebuehr fuer 170 Euro (Nichtflieger 70 Euro)!

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Freitag, 29. Mai 2009

Super Paragliding Testival- Rueckblick

Den letzten Samstag hatten wir uns fuer den Besuch des Super- Paragliding- Testivals in Koessen rausgesucht. Zum einen war die Wettervorhersage fuer die restlichen drei Tage nicht so berauschend und zum anderen hatten meine Kumpel die Befuerchtung, man brauche wohl den darauf folgenden freien Tag zur Erholung/ Ausnuechterung. Man kennt ja die legendaeren After-Paragliding-Parties!
Leider hatte sich aehnliches auch die uebrige Gleitschirmgemeinde gedacht, denn der Himmel ueber dem Unterberg in Koessen war so voller bunter Gleitschirme, wie ich ihn die letzten zwanzig Jahre nie gesehen habe. Fuer mich auf jeden Fall zu voll um sich auch noch dazu zu stuerzen. Endlich mal Zeit, mich gemuetlich unters Volk zu mischen, in Ruhe beim Siggi einen Kaffee zu schluerfen und nette Leute zu treffen, die ich schon eine Ewigkeit nicht gesehen habe.

Von Sepps Fliegerbar am Landeplatz konnte man der fantastischen Airshow zusehen, die u. a. die Renegades boten.


gelungene Show der Renegades

Und dann kam endlich Mike Kueng mit dem dem Paratech P81 ! Er zeigte das komlette DHV- Testprogamm (dazu waren die Klappwinkel auf dem Schirm markiert) und landete, nicht ohne kurz noch ueber das Dach eines angrenzenden Hauses zu laufen vor uns am Landeplatz.


Mike mit dem P81, im Hintergrund der zweite P81 den ich dann geflogen habe

Am Abend hatte ich dann auch die Ehre einen ersten Testflug mit dem neuen Paratech 2er zu machen. Schon fuenf Jahre war ich nicht mehr am Startplatz oben.

coole Stimmung am Startplatz
Immer noch die gleiche laessige Stimmung hier, die lediglich durch den eingeschlafenen Wind getruebt wurde (ich bin glaub auch das letzte Mal vor fuenf Jahren vorwaerts gestartet). Einige misslungene Starts waren zu sehen.
Sehr begeistert hat mich ein Pilot mit einem Speedschirm- ein Supersprinter (der Pilot!) der fast den ganzen Hang gelaufen ist bevor er endlich in die Luft kam und auch der legendaere Deathblade, der tadellos gestartet ist.

Deathblade 13.01 (= Streckung ausgelegt)

Von meinem ersten Eindruck hatte ich eigentlich nicht viel Gutes erwartet, hatten doch damals die ersten Fluege mit dem P44 und dem P80 kein gutes Gefuehl aufkommen lassen. Ich brauche immer mindestens zehn, zwoelf Fluege um mit einem neuen Schirm warm zu werden.

Das Erste, was ich in der Hand hatte fuehlte sich ganz angenehm an, schmale Racer- Tragegurte und aufwaendige Bremsgriffe. Etwas unangenehm- beim Sortieren verhakeln sich die Leinen etwas. Der Start gestaltete sich ueberraschend einfach. Die PAF 3- Eintrittskante fuellt den Schirm perfekt.


P 81 Streckung (ausgelegt) von 5,8

Der Flug war ein wahrer Spass- exaktes, direktes, wendiges Fliegen. Ich bin den Paratech-Schirm in der Groesse SM geflogen, der mittlerweile, wie der ML die Guetesiegel- Flugtests positiv abgeschlossen hat.

Ebenfalls hat der neue Paratech P45 in ML die Flugtests bestanden ( LTF 1-2GH und EN B). Ich hatte schon im letzten Post ein Foto drin, das uns Paratech als P 81 verkaufen wollte.


Ich bin zuversichtlich, dass ich in ein paar Wochen beide Schirme hier probefliegen kann.

Und auch DU!

Fluege gibt es von Memmingen (ab 4.Juli) , Karlsruhe, Frankfurt (Hahn), Duesseldorf (Weeze), Basel, Hamburg/Luebeck und Bremen mit Ryanair bereits ab 28 Euro (inkl. Steuern und Gebuehren).

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Freitag, 15. Mai 2009

Morgen zum Super Paragliding Testival

Am morgigen Donnerstag startet die grosse Gleitschirm-Test-Party in Koessen/Tirol.

Was mich interessiert:

Den neuen Sprint von Gin (neue 1-2er) hatte ich vor zwei Tagen schon fast zum Testen ausgelegt, aber der Wind hat auf sued gedreht.

Aehnlich ist es mir mit Nicks neuem Niviuk Arctic 2 vor ein paar Tagen gegangen. Da kamen mir zwei Tandemfluege dazwischen.


Hauptsaechlich interessiert mich in Koessen natuerlich der neue P81 von Paratech , der in der Groesse ML gerade die LTF2/EN C - Einstufung erhalten hat.


P81


Am Skywalk- Stand wird sicher der Cayenne3 sehr begehrt sein.


Den Airwave Sport 4 habe ich schon im Spaetherbst hier fliegen koennen- schoener Fluegel in der 1-2er Klasse. Der Cobra mit LTF 2 ist sicher auch staendig beim Testen unterwegs.


UP hat hoffentlich genuegend Kantega XC mit!

Mittlerweile zeigt meine (endlich funktionierende) Wetterstation Suedwind. Ich verschiebe das mit dem Sprint-Testflug auf morgen.


Ich bin doch mal gespannt, was demnaechst in meinem Blog um einander fliegt!

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Rueckblick auf die Gleitschirmwoche

Diese Woche waere zum Gleitschirm-Testen ideal gewesen- wir sind jeden Tag von morgens bis abends unterm Paraglider gehangen.


An Sonntag konnte Dirk gleich nach seiner Ankunft den Hang von oben betrachten.



Am Montag vor der Nordwand



Am Dienstag waren wir die ersten Piloten in der Luft...



... und am Abend die letzten.



Jedes Mal wenn wir zwischen Leuchtturm und Santa Pola flogen war eine Dole unser Begleiter.

Am Mittwoch troepfelte es am Morgen noch etwas,...


... und die Wolkenbasis war den ganzen Tag recht tief.


Gestern war Dirks letzter Flugtag in Spanien. Am Abend wurde in der Bodega Abschied gefeiert.

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Samstag, 9. Mai 2009

Paragliding-Livecam und Wetterstation

Heute Regen! Waaaas? Wo bleibt der vorhergesagte NO-Wind?

Egal, ist endlich mal Zeit meine beiden Sorgenkinder Wetterstation und Livecam zu testen.

Die Wetterstation ist von der Ueberpruefung/ Reparatur (?) kommentarlos zurueckgeschickt worden. Ganz euphorisch bin ich aufs Dach geklettert und habe alles wieder montiert und zwar inzwischen schon an die zehnmal. Das Ding funktioniert genauso schlecht wie vorher. Bei Ostwind zeigt die Anzeige einmal nordwest, einmal sued und einmal garnichts an. Im Web habe ich ein bisschen nach meiner Wetterstation Elecsa Astro Touch gegoogelt und auch nicht viel hilfreiches gefunden. Nach ewig langen Messungen (man muss ja jedes Mal zwei Minuten warten, bis der neue Messwert angezeigt wird) denke ich, dass das Kabel zwischen Sensor und Sender beschaedigt ist. Nachdem nun nach und nach jeder Stecker und jeder Zentimeter Kabel fixiert sind steht sie- momentan im Testbetrieb- auf der Terrasse. Morgen klettere ich wieder aufs Dach.


Die Paragliding-LIVECAM ist immernoch ueber den Button LIVECAM auf meiner Startseite neben dem Webcambild zu erreichen. Seit gestern habe ich eine neue Cam 2 auf den Gegenhang gerichtet, die die fliegenden Piloten dort zeigt. Die Cam 1 zeigt den Startplatz um die Windfahne, wo ich normalerweise rumturne. Gestern war dort den ganzen Tag reger Flugbetrieb und somit mit 99 Aufrufen des Livebildes mein bester Tag in dieses Jahr (bis jetzt).

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Mittwoch, 6. Mai 2009

Missglueckte Landung

Es wird Sommer!

Nicht nur, dass man sich nun jeden Morgen die Sonnencreme ins Gesicht hauen muss, sondern auch der Seewind stellt sich allmaehlich ein. Die letzten beiden Tage hatten wir gute Flugbedingungen, und Thomas hat sich am Starrtplatz beim Groundhandling so gut geschlagen, dass er nach einem Tandemflug mit mir gestern schon ein halbes Stuendchen am Hang fliegen durfte.


Thomas beim Ueben
Die Kroenung des gestrigen Flutages war die (unfreiwillige) Landung eines spanischen Piloten auf Anabels Hausdach. Ich schiele ja auch gelegentlich nach meiner huebschen Nachbarin, aber so direkt habe ich noch nicht versucht bei ihr zu landen. Gott-sei-dank ist nichts passiert und Anabel hat''s mit Humor genommen.
schlechter Landeanflug zum Toplanden
Seit gestern bin ich an der Livecam und an der Wetterstation am Basteln. Es kann also zu gelegentlichen Ausfaellen der Bilduebertragung kommen.
Leider kann ich nur den linken Teil des Startplatzes einfangen, weil die Sicht auf den restlichen Bereich durch Buesche und die Nachbargebaeude verdeckt sind.
Der Windrichtungsanzeiger, den ich endlich von der Ueberpruefung zurueck bekommen habe funktioniert so schlecht wie vorher. Ich hoffe, ich kann das hin biegen.

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Mittwoch, 22. April 2009

Gleitschirmfotos aus Spanien

Mittlerweile haben sich bei mir fast dreihundert Bilder vom Gleitschirmfliegen der letzten Tage angesammelt. Jaaaaaa, das liegt auch daran, dass ich etwas postfaul war!



Startvorbereitung
Carmen und Alex mit ihren neuen Gleitschirmen (Reichtum ausgebrochen?)

Ricco vor dem Leuchtturm

Jost vor Alicante
Tiefe Wolken in Palo
Ich hatte die Woche wirklich gute Starter dabei- hier Ricco...


...,der kurz darauf hoch ueber Nova fliegt.


Alex fuehlt sich wohl mit dem Cayenne 2


Andy mit seinem Independence Merlin- guter Hangkratzer
Jost mit seinem Skywalk Tequila


Nemo mit dem guten Paratech P43
Nochmal in El Palomaret


Ricco beim Rueckwaertsstart


Andy auf Startplatzhoehe

Kim hat mit seinem UP Kantega hat einen Superflug hin gelegt.
Da ich die naechsten Tage beim Windenschleppen im schoenen Bayernland bin gibt es keine (aktuellen) Gleitschirm-Webcam-Bilder.
Na dann, Hals- und Seilriss!

P.S. Nun knattert schon seit 20 Minuten so ein Gin mit einem Rueckenrasenmaeher ueber meinem Haus rum. Der hoert sich so an, als ob er den Auspuff zu Hause liegen gelassen hat.
Nicht, dass ich was gegen Motofliegerei habe, aber das erinnert mich an eine unangenehme Begebenheit aus meiner Jugend (also so ein Déjà-vu aus kuerzester Vergangenheit).
Ich hatte die Abgaseinheit meiner Maico MD50 leistungssteigernd modifiziert. Als ich nun nach etlichen Testfahrten in unserer Strasse von der Polizei aufgehalten wurde hat man mir nach der Sicherstellung meines Kleinkraftrades auch noch eine saftige Strafe aufgebrummt. Der nette Beamte in gruen meinte zum Abschied:" so ein Pech, dass wir in dieser Gegend am Sonntagmorgen zufaellig vorbeigefahren sind."
Seitdem versuche ich dort zu knattern, wo es weniger stoert ;-) .

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Donnerstag, 2. April 2009

Super Paragliding Testival @ Koessen

Bisher musste jeder Gleitschirmpilot grosse Klimmzuege machen um einen Paraglider zu testen, den seine Gleitschirmschule nicht im Programm fuehrte. Die Zeiten sind endlich vorbei!


Reini Vollmert, Marketingchef beim Gleitschirmhersteller Skywalk hatte die Idee:

ein grosses Gleitschirmtreffen, an dem moeglichst viele Paraglidingfirmen ihre Schirme zum kostenlosen Probefliegen zur Verfuegung stellen sollten.

Mit dem Fluggelaende Koessen in Tirol hatte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

Erstens hatte man einen Austragungsort, der einfache Start- und grosse Landeflaechen bot und zugleich auch bei etlichen internationalen (Paragliding- WM ) Gleitschirm- und Haengegleiterwettbewerben seinem Namen als Flugmecca alle Ehre gemacht hatte, und zweitens war als Mitorganisator der ehemalige, na man kann sagen, "oesterreichische DHV" Sepp Himberger mit an Bord. Er ist Chef der Flugschule Koessen, war fast 30 Jahre Vorsitzender der Sektion Hänge- und Paragleiten im Österr. Aero-Club und des Flugschulleiter - Kollegium Österreichs und ist mit der Organisation aller Gleitschirmveranstaltungen bestens vertraut.

Hans Bausewein, der 2006 nach 25 Jahren seine Firma Aerosport verkauft hat, Organisator und Gewinner 2008 der Streckenflug-Wettbewerbsserie XC Open und, ganz wichtig, Geschaeftsfuehrer der Herstellervereinigung Paraglider Manufacturer Association PMA garantierte rege Beteiligung der Gleitschirmhersteller.

Endlich muessen wir uns nicht mehr beim Stubaicup den A.... abfrieren und den Testschirm im kniehohen Schnee hinterher ziehen! Endlich gibt es beim Schirm probieren keine Einreihen mehr in lange genervte Warteschlangen vor kleinen abenteuerlichen Startplaetzen!

Warum ist da vorher niemand drauf gekommen?

Zwischen dem 21. und 24. Mai 2009 kann nun jeder Schirmtestwillige, der seine Fluglizens und seinen Versicherungsnachweis vorlegt zwischen 10 und 17 Uhr (Fr + Sa bis 18 Uhr) bei jedem anwesenden Gleitschirmhersteller kostenlos die Paraglider fliegen, die fuer seinen naechsten Gleitschirmkauf in Frage kommen. "Das wird aber keine Verkaufsveranstaltung! Der interessierte Pilot kann den Schirm seiner Entscheidung danach bei der Flugschule seines Vertrauens bestellen", stellt Reinhard Vollmert klar.

Nach dem Probefliegen kann man sich an Sepps Fliegerbar direkt am Landeplatz zusammen setzen und die professionellen Flugshows anschauen. Neben der taeglichen "Super Paragliding Tombola" sind auch Modenschauen und Livemusik geplant.

Hier nochmal die komplette Vorstellung im Ueberblick:





Termin: 21.-24. Mai 2009
Veranstaltungsort: Gemeinde Kössen, Bezirk Kitzbühel, Tourismusregion "Kaiserwinkl", Tirol, Österreich
Testival Standort: Landeplatz Kössen/Fliegerbar Thurnbühel 40, 6345 Kössen, Österreich

Fliegerbar in Google Maps

Organisator:

Flugschule Kössen GmbH in Kooperation mit PMA
Event Management:
Sepp Himberger (A), Reini Volmert (Skywalk), Hans Bausenwein (PMA)
Werbung und PR
Flugsport - PMAAllgemein - TVB Kaiserwinkl, Tirol Werbung
Offizielle Flugsport Medien Partner
CROSS COUNTRY MagazinTHERMIK Magazin
Öffentliche Unterstützung / Sponsoring:
Tiroler LandesregierungWirtschaftskammer TirolGemeinde KössenTourismusverband "Kaiserwinkl"
Firmen Sponsoring:
AXA InsuranceVolksbank KufsteinAyinger Brauerei

Teilnehmende Gleitschirm-Hersteller
Advance (CH), Airwave (AT), Gin Gliders (KOR), Gradient (CZ), Icaro (DE), Independence (DE), Mac Para (CZ), Niviuk (ES), Nova (AT), Ozone (GB/FR), Paratech (CH), Skyline (DE), Skywalk (DE), Sol Paragliders (BR), Supair (FR), Swing (DE), UP (DE), U-Turn (DE), Wings of Change (A), Woody Valley (I)

Event Konzept:
Die teilnehmenden Hersteller stellen ihre Produkte allen Piloten und Pilotinnen kostenfrei für Testflüge zur Verfügung.Dazu ist das Fluggebiet Kössen geradezu ideal:
Das Fluggebiet verfügt über eine geradezu ideale fliegerische Infrastruktur
Die Flugschule Kössen GmbH garantiert eine absolut neutrale Präsentationsmöglichkeit für alle teilnehmenden Gleitschirm-Marken
Der nach Norden und Westen gerichtete Berghang bietet in der Regel ideale Hangaufwind-Bedingungen und mäßige Thermik
Der Kössener Unterberg ist als Fluggebiet international bestens bekannt und seit langen Jahren höchst frequentiert
Ein riesiges, 3 ha großes und frei aus Norden anfliegbares Landefeld garantiert stressfreie Landungen. Die eigene "Fliegerbar" bietet den Flugsportlern Speisen und Getränke zu vernünftigen Preisen.
Kössen ist wahrscheinlich das Fluggebiet mit den meisten "fliegbaren" Tagen in den Nordalpen
4 Tage sollten den Bedarf der Piloten für das ausgiebige Testen verschiedener Marken abdecken.
Bedingungen fü:r Testflüge:
Der Pilot muss dem Hersteller schriftlich bestätigen, dass er die erforderlichen Fluglizenzen hat und dass er in Kenntnis der Flugregeln in Kössen (Kössener Flieger-Info) - insbesondere auch bezüglich des Landeanfluges - ist.
Flugshows/ Demos:
Solche dürfen nur von den Herstellern durchgeführt werden. Nur professionelle Flugvorführungen zwischen 18.00 and 20.00 Uhr - koordiniert und kommentiert durch den Veranstaltungssprecher Reini Vollmert - sind erlaubt. Alle Flugvorführungen werden entsprechend am Veranstaltungsort kundgemacht.
Unterkunft / Camping:
Alle Reservierungen über http://www.kaiserwinkl.com/ (bitte frühzeitig buchen - langes Wochenende!) Keine Übernachtungen im Veranstaltungsbereich oder am Landeplatz!

Vorläufiges Veranstaltungs-Programm:

Donnerstag 21. Mai 2009
bis 10.00 Ankunft der Hersteller und Aufbau des Testival-Geländes10.00 - 17.00 Testflüge17.00 - Offizielle Eröffnung des "Super Paragliding Testival 2009"18.00 - 20.00 Flugdemos

Freitag 22. Mai 2009
09.00 - 18.00 Testflüge17.00 - Podiumsdiskussion "Zukünftige technische Erfordernisse für Paragleiter" 16.00 "Super Paragliding Tombola"18.00 - 20.00 Flugdemos

Samstag 23. Mai 2009
09.00 - 18.00 TestflügeSpeziell für Nicht-Piloten: "Kaiserwinkl Kas-Fest"im Ortszentrum von Kössen16.00 "Super Paragliding Tombola"17.00 "Paragliding Modeschau" - Die Hersteller präsentrieren ihre Kollektionen17.00 Live Musik - Cuba Sounds18.00 - 20.00 Flugdemos

Sonntag 24. Mai 2009
09.00 - 17.00 Testflüge 10.00 - Offizielle Pressekonferenz16.00 "Super Paragliding Tombola"17.00 - 20.00 Abbau des Testival Geländes
Spezielle Informationen:
Bitte Sepp unter sepp@fly-koessen.at kontaktieren


Das lasse ich mir natuerlich nicht entgehen, den Flug hab ich schon gebucht!

...und wehe, mein P81 ist dann nicht dort!!!

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Montag, 30. März 2009

Hanglandung- wie bombe ich richtig ein

Seit gestern schuettet es hier wie aus Kuebeln- das Land braucht Wasser!

Fast ist das schon eine willkommene Abwechslung zur letzten Woche, als unsere Paraglider staendig in der Luft waren. Wir hatten so ziemlich alle Flugbedingungen am Hang, von "einfach laminar- jeder Gleitschirm bleibt oben" bis " wenig Wind+ thermisch- (fast) alles saeuft ab".

Dem entsprechend voll war der Hang mit gestrandeten Gleitschirmpiloten, die aber gluecklicherweise unverletzt blieben.

Fuer mich Anlass ein paar Zeilen zum Einschlagen am Hang zu posten.

Die schlimmste Todsuende gleich zu Anfang:

Keine Kreise vor, bzw. kurz ueber dem Hang!

Auch guten Piloten passiert es, dass sie hangseitig aus dem Aufwind fallen und im Winkel von 90 Grad mit Rueckenwind frontal in den Hang krachen oder ueber der Hangkante ins Lee getrieben werden. Man hat dann bei Groundspeed von teils 50 Sachen gute Chancen sich fuer laengere Zeit zu verabschieden, also Finger weg!

Auch beim Achtern (alle Kurven vom Hang weg!) und dem Heranschmuckeln an die Kante passiert es, dass mich eine vorgelagerte Abloesung hoch hebt, und es danach zwischen dem Aufwind und der Hangkante genauso toll runter geht. Dabei nickt der Schirm beim Verlassen des Steigens nach vorne und beschleunigt somit- in diesem Fall dummerweise Richtung Hang.

Das passiert bei thermischen Aufwindblasen genau so wie bei kleinen Wirbeln, die sich an den Hangeinschnitten oder Hindernissen bilden. Der uebermotivierte Gleitschirmflieger interpretiert das Steigen als Signal mehr zum Hang zu lenken um zur Kante hoch zu kommen. Beim folgenden Vornicken der Kappe ist ein Gegenlenken durch den abgesunkenen Innendruck im Schirm wesentlich weniger effektiv, zudem pendelt der Pilot Richtung Hang. Selbst eine leichte Boden-, Baum- oder Buschberuehrung laesst den Schirm erneut vorschiessen- die Hanglandung ist unausweichlich.

So ist vorgestern ein Pilot in die Kante ueber der ca 20 Meter hohen Wand am Leuchtturm eingeschlagen. Der Pilot sass auf der Kante am Abgrund und der Schirm lag vor ihm auf dem Weg. Nix passiert- Schwein gehabt!

Je unruhiger es ist umso weiter weg vom Hang muss man fliegen.



Ein paar Tipps zum Soaren:


  1. Wie immer, Vorflieger anschauen, das hilft auf jeden Fall! Wo geht's hoch, wo runter?

  2. Ordentlich vorbereiten! Beim Soaren hast du keine Zeit am Gurtzeug, Funk oder Beschleuniger rum zu fummeln.

  3. Eine ruhige Linie vor der Kante fliegen! Die muss, wie gesagt so weit draussen liegen, dass ich nicht staendig korrigieren muss.

  4. Gewicht auf die hangabgewandte Backe und die hangzugewandte Seite etwas mehr bremsen. So kommt man schneller weg, wenn's eng wird.

  5. Im Steigen umdrehen! Du solltest versuchen, deine Richtung dann zu aendern, wenn es hoch geht. Leicht gesagt, aber schon wenn du den Hang zwei- oder dreimal entlang gesoart bist weisst du, wo es gut ist.

  6. Je mehr Hoehe du bekommst umso mehr kannst du dich ueber die Kante versetzen lassen. Nie hinter der Hangkante fliegen!

  7. Falls der Hang auf deiner linken Seite liegt und ein Pilot entgegen kommt solltest du lieber umdrehen bevor du ausweichen (er hat ja Vorflugrecht) und weg vom Hang musst.

  8. Alle verfuegbaren Windrichtungsanzeiger checken, um zu entscheiden welcher Hangteil am guenstigsten angestroemt wird.

  9. Notlandeplaetze im Auge behalten!

... und was, wenn's trotzdem passiert?



Auch mir kommt es vor, dass meine Landungen im unteren, flachen Hangabschnitt nicht so klappen, wie geplant. Meist habe ich vorher zu viel "Treibstoff" verblasen, also die Bremse zu weit unten um die Kiste abzufangen. Ein bisschen Ueberfahrt im richtigen Moment in Hoehe um gesetzt hat schon manches Einbomben vermieden.

Falls das Gelaende eben und hindernisfrei ist gebe ich alles, was an Bremsweg noch zur Verfuegung ist und versuche die Geschwindigkeit mit ein paar schnellen Schritten auf der Hoehenlinie zu kompensieren.

Falls der Gleitwinkel steil ist- Fuesse zusammen, Arme am Koerper, Kinn auf die Brust - Landefall ( ah! wird ja nicht mehr gelehrt!), dann abrollen! Moeglichst zu der Seite drehen, auf der der Hang liegt!

Schwierig wird es, wenn das Gelaende sehr uneben oder bewachsen ist. Am besten einen Meter ueber dem Boden/Hindernis abbremsen und Fusse zusammen Arme an den Koerper.

Zum Schluss noch-ganz wichtig- Schirm moeglichst schnell zusammen raeumen, damit keine unnoetige Rettungsaktion gestartet wird.


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