Freitag, 20. April 2007

Start im Gestrüpp 20.04.07

Heute hab ich mal versucht möglichst lang an meiner Gipskartonwand rumzubasteln, um nicht wieder als Erster abzusaufen. Als der erste Gleitschirmflieger an meinem Garten vorbeizog war es aus mit der Geduld, und 3 Minuten später stand ich wieder am Startplatz. Die Bedingungen schienen perfekt, aber nach dem Zirkus gestern war ich vorsichtiger. - Ich wartete erst eine Minute bevor ich startete.
Es war auch besser als gestern, doch nach gut 10 Minuten Flug hatte ich das Gefühl, der Aufwind lässt nach, und vor dem Leuchtturm (Faro) soff ich dann auf halber Höhe ab.






Auf dem Weg nach oben zu meinem "Spezialstartplatz" fiel mir ein, dass ich mit dem 25er noch nie da gestartet bin.

Also erklärte ich ihm zuerst den Tulpenstart, den der 44er schon perfekt beherrschte. Beim ersten Aufziehen blieb die rechte Stabiloleine in einer Wurzel hängen und der ganze Gleitschirm drehte sich ins Gestrüpp. Ich brauchte einer ganze Weile und all meine Kletterkünste, um die Leinen aus dem zerklüfteten Fels und den Büschen zu bergen. Als ich danach nach oben zur Kante sah blickten mir einige Touristen ungläubig entgegen. Zu guter Letzt erschien noch so ein netter Kerl, der von unten hoch gelaufen war , um mir zu helfen und erkundigte sich im besten Englisch nach meinem Wohlbefinden. Nachdem wir 2-3 Minuten unsere Sprachkenntnisse ausprobiert hatten bemerkten wir, dass wir beide Deutsche waren. Während Simon mal rechts und mal links die Leinen vom Geäst befreite dachte ich mir so: "eigentlich bräuchte man für solche Fälle zwei Fähnchen, ein rotes, wenn man Hilfe benötigt und ein grünes, wenn alles o.k. ist". Es sieht bestimmt dumm aus, wenn so ein Schirm einfach mitten im Hang liegt.


Nach dem fünften Versuch war die Kiste endlich frei und kurz darauf flog ich schon oberhalb der Kante umher. Irgendwie hatte ich nicht mehr den Nerv und auch nicht mehr das rechte Vertrauen zu den Bedingungen und landete eine halbe Stunde später wieder am Startplatz.


Kaum war ich an meiner Arbeit zurück sah ich vorne Ewald, Alex und Carmen starten.
Die Trennwand wird nie fertig! Um es kurz zu machen : der Nachmittag war ein wahres Flugfest, es ging ununterbrochen gut bis zur letzten Landung (Alex) um 20.56 Uhr.











Ewald und Simon


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