Sonntag, 22. April 2007

Nordostwind ohne Einschlag

Heute morgen weckte uns das Prasseln der Regentropfen. "Fängt ja gut an", dachte ich mir. Aber nach dem Frühstück kam die Sonne wieder raus und der Spuk war vorbei. Der Nordost peitschte immernoch den gegenüberliegenden Hang hinauf und nach dem gestrigen Erlebnis hatte ich momentan keine große Lust auf NO- Wind. Aber gegen 14 Uhr wurde es ruhiger und ich ging zum Startplatz "Freiheitsstatue machen" (Wind messen). Überraschend wenig, gerade mal 24 km/h spitze! Na ja, da kann ich ein bisschen mit dem Schirm rumspielen, Groundhandling nennt sich das in neudeutsch.
Nach ein paar Minuten hatte ich ein gutes Gefühl, was den Wind betraf und startete (ich habe doch was von gestern gelernt) nach Norden. Nach ruhigem, aber recht erfolglosem Fliegen über der Kante wechselte ich nach oben vor die Häuserreihe meiner Nachbarn, wo ich vor dem letzten, mehr nach Norden ausgerichteten Teil etwas Höhe machen konnte. Auf meinem Rückweg zum Startplatz sah ich Guido, der gestern angekommen war beim Auspacken seines Paragliders
.Nachdem ich höher war als gestern traute ich mich rüber zur Nordwand zu fliegen. Drüben angekommen war es kein Problem hoch zu kommen, aber mir war schnell klar, dass es bei der Nordkomponente kein Zurück mehr geben wird. Nach ein paar Metern mehr Höhe versuchte ich es trotzdem und konnte mich mit wenig Groundspeed von Fels zu Fels hangeln und ganz überrascht nach erneutem Aufsoaren vor unseren Häusern doch die notwendige Höhe für ein Toplanding erkämpfen. An der Brandung unten am Strand von Los Arenales sah man gut, wie stark der Wind doch sein musste. Lustigerweise wurde heute der Americascup im 180 km entfernten Valencia wegen Windmangel erneut verschoben.

Für morgen hab ich Hoffnung auf gute Bedingungen, damit auch Guido das Hangsoaring in Santa Pola ausprobieren kann.

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1 Kommentare:

Am/um 25. April 2007 18:41 , Blogger Lucian Haas meinte...

Hallo Max,

die Brandung sagt übrigens wenig über die vorherrschende Windstärke. Ein Sturm, der 200 km entfernt ist, kann das Meer so aufpeitschen, dass sich die Wellen im Wasser (das bekanntlich nicht komprimierbar ist) fortpflanzen, bis sie an der Küste emporrauschen und brechen.
Wichtigeres Anzeichen für viel Wind sind Schaumkronen auf den Wellen draußen auf dem Meer. Einzelne Schaumkronen sind noch ok, aber wenn es überall beginnt, silbern aufzublitzen, würde ich lieber Landen gehen...

http://lu-glidz.blogspot.com

 

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